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GitHub Actions vs. GitLab CI vs. CircleCI vs. Jenkins vs. Buildkite: Der komplette CI/CD-Tools-Vergleich 2026

CI/CD-Tools-Vergleich August 2026: GitHub Actions, GitLab CI, CircleCI, Jenkins, Buildkite

Im August 2026 arbeitet kaum ein Team mehr ohne eine Pipeline, die den gesamten Weg vom Commit bis zum Deployment automatisiert. Das Problem: “Welches CI/CD-Tool soll es sein?” bleibt eine Entscheidung, bei der sich die Rahmenbedingungen Jahr für Jahr verschieben. Dieser CI/CD-Tools-Vergleich stützt sich bewusst nicht auf Bekanntheitsgrad oder GitHub-Sterne, sondern ausschließlich auf Fakten aus den offiziellen Preisseiten, Release Notes und Sicherheitshinweisen der jeweiligen Anbieter. Denn in den letzten sechs Monaten hat sich einiges tatsächlich verändert: die angekündigte und wieder zurückgezogene Bepreisung selbstgehosteter Runner bei GitHub Actions, die GA-Freigabe des KI-Agenten bei GitLab und eine Serie von Sicherheitshinweisen bei Jenkins.

Verglichen werden die fünf Werkzeuge, die den Markt faktisch unter sich aufteilen: GitHub Actions, GitLab CI/CD, CircleCI, der originale Open-Source-Automatisierungsserver Jenkins und Buildkite, das als Alternative zu GitHub Actions zunehmend an Bedeutung gewinnt. Da die richtige Antwort komplett davon abhängt, wo euer Repository liegt, ob ihr selbstgehostete Runner einsetzen könnt und wie groß euer Team ist, wäre ein pauschales “Nimm einfach dieses hier” fahrlässig.

Besonders drei Punkte möchten wir in diesem CI/CD-Tools-Vergleich hervorheben. Käufer prüfen bei Recherche und Reviews wiederkehrend dieselben drei Achsen: (1) kostenlose Kontingente und Build-Minuten (Kosten), (2) die Kostenstruktur selbstgehosteter Runner (wird pro Minute abgerechnet?) und (3) Sicherheit (OIDC-Keyless-Authentifizierung, Secret-Management). Zerlegt man die fünf Tools entlang dieser drei Achsen, treten reale Unterschiede zutage, die das Wort “kostenlos” allein niemals verrät.

Im Folgenden gehen wir von der Gesamtübersichtstabelle über den Deep-Dive zu den einzelnen Produkten, einen Benchmark zu Nebenläufigkeit und Sicherheit, den vollständigen Preisvergleich, Empfehlungen nach Nutzertyp bis hin zu Praxistipps, häufigen Fehlern und FAQ. Unbestätigte Zahlen werden nicht durch Vermutungen ersetzt, sondern ausdrücklich als “nicht verifizierbar” gekennzeichnet – die Tabellen könnt ihr also direkt als Grundlage für eure Budget- und Architekturentscheidungen nutzen.


1. Executive Summary: CI/CD-Tools-Vergleich auf einen Blick

Für Entwickler und Teamleads, die wenig Zeit haben, fassen wir die Kernpunkte der fünf wichtigsten CI/CD-Tools mit Stand August 2026 in einer Tabelle zusammen.

📊 Gesamtvergleichstabelle der 5 wichtigsten CI/CD-Tools, Stand August 2026

KriteriumGitHub ActionsGitLab CI/CDCircleCIJenkinsBuildkite
Design-PhilosophieIn GitHub-Repositories integrierte WorkflowsEinheitliche DevOps-Plattform + KI-AgentCloud-native, reine CI-SaaS-LösungVollständig quelloffener, selbstgehosteter AutomatisierungsserverSaaS-Orchestrierung + 100 % selbstgehostete Agenten
Version/ProduktnameKeine eigene Versionsnummer (integriertes GitHub.com-Feature)GitLab 19.2 (16.07.2026)CircleCI (SaaS, daneben existiert CircleCI Server)Jenkins 2.568.1 LTS (08.07.2026)Buildkite-Plattform + Agent v3.127.2+
Neueste Features 2026OIDC Custom Property Claims GA (April), Runner Scale Set Client Preview (Februar)CI Expert Agent GA (19.2), Duo Agent Platform GA (18.8)Enhanced OIDC-Token (3 zusätzliche Claims)Java-17-Support beendet, Java 21/25 zwingend erforderlichmetaData 64 KB → 1 MB, GraphQL-Job-Abfrage, API-Rate-Limits
Kernlimits der GratisstufePublic Repos komplett kostenlos, Private Free 2.000 Minuten/MonatFree 400 Minuten/Monat, max. 5 Mitglieder pro GruppeFree 30.000 Credits/Monat (≈ 6.000 Minuten), max. 5 MitgliederKein Konzept einer Gratisstufe (das gesamte Produkt ist kostenlos)Personal lebenslang kostenlos, 1 Nutzer, 3 parallele Jobs
Kosten selbstgehosteter RunnerVollständig kostenlos (nur Infrastrukturkosten)Bei jedem Plan 0 Minuten Verbrauch (de facto unbegrenzt)Keine Credit-Abbuchung (genaue Orchestrierungsgebühr nicht verifizierbar)Ohnehin komplett selbstgehostet (kostenlos)Keine Abrechnung pro Minute (nur Abo-Gebühr + Infrastruktur)
Nebenläufigkeit (Concurrency)Variabel je nach Plan/Runner-Konfiguration (kein fester Wert)Variabel je nach Plan/Runner-KonfigurationFree 30x/macOS 1x, Performance 80x/macOS 15xVariabel je nach Plan/Runner-KonfigurationPersonal auf 3 begrenzt, Pro unbegrenzt
Einstiegspreis (bezahlt)Kein separater Plan, Überschreitung wird pro Minute abgerechnetPremium 29 $/Nutzer·MonatPerformance ab 15 $/MonatKeiner (kommerzieller Support nur über separate Angebote z. B. von CloudBees)Pro 30 $/Monat/aktivem Nutzer
Sicherheit (OIDC etc.)OIDC Keyless + Custom Property ClaimsOIDC auf Basis von id_tokens (bestehendes Feature)$CIRCLE_OIDC_TOKEN(_V2), 3 zusätzliche ClaimsZahlreiche Schwachstellen in Core + Plugins gemeldet (5 in 6 Monaten)Keine eigenen OIDC-Neuerungen für 2026 verifizierbar
Beste ZielgruppeGitHub-basierte Teams, Open-Source-ProjekteTeams, die bereits GitLab nutzen und KI-gestützte Pipeline-Automatisierung wollenTeams, bei denen die Anzahl paralleler Builds (Mobile/Matrix-Builds) der Flaschenhals istOrganisationen mit Bedarf an On-Premise, Air-Gap oder vollständiger AnpassungTeams, die die Kostenstruktur selbstgehosteter Infrastruktur selbst kontrollieren wollen

Die Zeile, die es zuerst genauer anzuschauen lohnt, ist “Kosten selbstgehosteter Runner”. Bei allen fünf Tools fällt für das Self-Hosting selbst faktisch keine Gebühr an – die Gründe und Bedingungen dafür unterscheiden sich jedoch erheblich. GitLab ist so konzipiert, dass selbstgehostete Runner bei keinem Plan Minuten verbrauchen, während GitHub Actions eine kostenpflichtige Regelung angekündigt und anschließend wieder zurückgezogen hat – mit dem Beigeschmack “aktuell kostenlos, aber eine erneute Einführung ist nicht ausgeschlossen”. Wer diesen Unterschied bei der Budgetplanung übersieht, kann später ein böses Erwachen erleben.


2. Deep-Dive: Die Kernfunktionen der 5 wichtigsten CI/CD-Tools

⚙️ 1) GitHub Actions – der Standard, der bereits in jedem GitHub-Repository steckt

🦊 2) GitLab CI/CD – die Plattform, bei der der KI-Agent direkt in der Pipeline sitzt

🔵 3) CircleCI – die reine Cloud-CI mit klar definierten Nebenläufigkeits-Specs

🐘 4) Jenkins – vollständig Open Source, aber mit realem Sicherheits-Betriebsaufwand

🚦 5) Buildkite – die Hybridlösung, die abwandernde GitHub-Actions-Nutzer auffängt


3. Benchmark-Duell: Nebenläufigkeits-Specs & Sicherheitsvorfälle

Hier gilt es in diesem CI/CD-Tools-Vergleich am ehrlichsten hinzuschauen. Ein unabhängiger, quantitativer Drittanbieter-Benchmark, der dieselbe Workload unter identischen Bedingungen auf allen fünf Tools ausführt und die Build-Zeiten vergleicht, ließ sich in dieser Recherche nicht finden. Qualitative Einschätzungen wie “CircleCI liefert Spitzen-Build-Performance” tauchen zwar auf, die zugrundeliegenden quantitativen Werte (wie viele Sekunden schneller, wie viel Prozent) ließen sich jedoch nicht bestätigen. Deshalb verzichtet dieser Artikel auf Rangfolgen-Behauptungen à la “Tool X ist absolut das schnellste”.

Die einzige belastbar zitierbare quantitative Kennzahl sind die Nebenläufigkeits-(Concurrency)-Specs der einzelnen Tools.

[Stand August 2026 aus offizieller Dokumentation verifizierbare Nebenläufigkeits-Specs]
CircleCI Performance          : 80x (Standardumgebungen) / 15x (macOS)
CircleCI Free                 : 30x (die meisten Umgebungen) / 1x (macOS)
Buildkite Pro                 : unbegrenzt parallele Jobs (inkl. 10 selbstgehostete Agenten)
Buildkite Personal             : auf 3 parallele Jobs begrenzt
GitHub Actions / GitLab CI / Jenkins : variabel je nach Plan/Runner-Konfiguration — kein fester Wert verifizierbar

Betrachtet man ausschließlich die Nebenläufigkeits-Specs, liegen CircleCI Performance und Buildkite Pro vorn, weil sie konkrete Zahlen nennen. GitHub Actions, GitLab CI und Jenkins hingegen können ihre Nebenläufigkeit je nach Anzahl und Ausstattung der angeschlossenen Runner faktisch unbegrenzt steigern oder auf einen einzigen Runner beschränken – hier gibt es schlicht kein Konzept eines “festen Werts”. Wer bei Matrix-Builds für Mobile-Apps oder Multi-Plattform-Tests einen Flaschenhals hat, sollte anhand dieser konkreten Zahlen zunächst CircleCI und Buildkite prüfen.

Bei der Sicherheit lässt sich die Historie der Sicherheitshinweise von Jenkins der letzten sechs Monate mit konkreten Daten belegen.

DatumProblemBetroffener Bereich
18.03.2026Core-Schwachstelle u. a. CVE-2026-33001Willkürliches Erzeugen von Dateien in Jenkins 2.554/LTS 2.541.2 und älter (+ LoadNinja-Plugin)
29.04.2026GitHub Plugin 1.46.0 und älterGespeichertes XSS (Fehler bei der Verarbeitung von Job-URLs)
27.05.2026Pipeline: Groovy Libraries PluginFehlende Symlink-Beschränkung → willkürliches Lesen von Dateien im Dateisystem des Controllers
10.06.2026Jenkins 2.567 und älter/LTS 2.555.2 und älterWillkürliche Typ-Deserialisierung beim Einreichen von config.xml
24.06.2026Gitee PluginFehlende Berechtigungsprüfung → HTTP-Endpunkt ermöglicht Diebstahl von Zugangsdaten

In sechs Monaten wurden im Core und im gesamten Plugin-Ökosystem mindestens fünf offizielle Schwachstellen vom Typ RCE, XSS, Deserialisierung und Credential-Diebstahl gemeldet. Das sind konkrete Daten, die die strukturelle Eigenschaft von Jenkins belegen: “je mehr Plugins, desto komfortabler – aber auch desto größer die Angriffsfläche”. Aus dieser Zahl direkt zu schließen, “Jenkins ist unsicherer als die anderen vier”, wäre allerdings voreilig. Bei den anderen vier Tools fand sich in dieser Recherche schlicht keine derart granulare, öffentliche Historie an Sicherheitshinweisen – das heißt nicht, dass es dort keine Schwachstellen gibt. Im Gegenteil: Gerade weil Jenkins Open Source ist, wird die CVE-Nachverfolgung besonders gut gepflegt, was man auch als hohe Transparenz werten kann.

Bei der OIDC-Keyless-Authentifizierung sind bei drei Tools aktuelle Änderungen belegbar: GitHub Actions (Custom Property Claims GA), GitLab (bestehendes id_tokens-Feature) und CircleCI (Enhanced OIDC Tokens mit drei zusätzlichen Claims). Neue OIDC-bezogene Änderungen für 2026 bei Jenkins und Buildkite ließen sich in dieser Recherche nicht bestätigen, weshalb im Haupttext keine willkürlichen Aussagen dazu getroffen wurden.


4. Vollständiger Vergleich von Preisen und Tarifen

[Niedrigster Einstiegspreis beim Upgrade auf einen kostenpflichtigen Plan — aufsteigend sortiert]
CircleCI Performance          : ab 15 $/Monat (+ 15 $/Monat je zusätzlichem Nutzer)
GitLab CI Premium              : 29 $/Nutzer·Monat (jährliche Abrechnung)
Buildkite Pro                  : 30 $/Monat/aktivem Nutzer
GitHub Actions                 : kein separater kostenpflichtiger Plan, Überschreitung wird pro Minute abgerechnet (ab 0,006 $/Minute für Linux 2-Core)
Jenkins                        : kein kostenpflichtiger Plan (vollständig kostenlos, kommerzieller Support nur über separate Angebote z. B. von CloudBees)

💰 Detaillierte Preisvergleichstabelle

ProduktGratisstufeEinstiegspreis (bezahlt)Kosten selbstgehosteter Runner/Agent
GitHub ActionsPublic komplett kostenlos, Private Free 2.000 Minuten/MonatKein separater Plan (Abrechnung pro Minute: Linux 1-Core 0,002 $, macOS 0,062 $)Vollständig kostenlos (nur Infrastrukturkosten) — allerdings nach der Ankündigung vom Dez. 2025 aktuell auf unbestimmte Zeit ausgesetzt
GitLab CI/CD0 $, 5 Mitglieder pro Gruppe, 400 Compute-Minuten/MonatPremium 29 $/Nutzer·Monat (10.000 Compute-Minuten)Bei jedem Plan 0 Minuten Verbrauch (de facto unbegrenzt)
CircleCI0 $, 30.000 Credits/Monat (≈ 6.000 Minuten), max. 5 NutzerPerformance ab 15 $/Monat (Nebenläufigkeit 80x)Keine Credit-Abbuchung (genaue Orchestrierungsgebühr nicht verifizierbar)
JenkinsAlles kostenlos (keine Lizenzkosten)Keiner (kommerzieller CloudBees-Support nur über separates Angebot)Ohnehin 100 % Self-Hosting vorausgesetzt
BuildkitePersonal lebenslang kostenlos, 1 Nutzer, 3 parallele JobsPro 30 $/Monat/Nutzer (10 Agenten inklusive, darüber 3,50 $/Agent)Keine Abrechnung pro Minute (nur Abo-Gebühr + Infrastruktur)

Bei den versteckten Kosten sind drei Punkte zu beachten. Erstens: Der “kostenlose” selbstgehostete Runner von GitHub Actions ist eher bedingt kostenlos. Die im Dezember 2025 angekündigte Plattformnutzungsgebühr von 0,002 $ pro Minute wurde zwar nach Community-Protesten zurückgezogen, GitHub hat dies jedoch lediglich als “Re-Evaluation” bezeichnet und keine vollständige Rücknahme erklärt. Statt bei der Budgetplanung von “dauerhaft kostenlos” auszugehen, sollte man sich angewöhnen, regelmäßig den offiziellen GitHub-Blog zu prüfen.

Zweitens: Der selbstgehostete Runner von GitLab ist ohne Wenn und Aber kostenlos. Sobald das Limit von 400 Minuten/Monat im Free-Plan erreicht ist, ist ein selbstgehosteter Runner dem Zukauf von Cloud-Shared-Runner-Minuten (10 $ pro 1.000 Minuten) deutlich überlegen. Schon ein einzelner Server als Runner reicht aus, um die Pipeline praktisch unbegrenzt zu betreiben.

Drittens: Die kostenlosen Credits von CircleCI verfallen jeden Monat und werden nicht übertragen. Ungenutzte Credits aus diesem Monat lassen sich nicht in den nächsten übertragen – wer absehen kann, dass in einem bestimmten Monat viele Builds anfallen, sollte vorab kostenpflichtige Credits kaufen (12 Monate gültig). Jenkins wirkt allein wegen der Lizenzkosten von 0 $ leicht als “die günstigste Wahl”, tatsächlich entstehen die eigentlichen Gesamtkosten aber überwiegend aus Server-/Agent-Infrastruktur und dem Personal, das Sicherheitspatches betreut – das darf man nicht übersehen.


5. Abschließende Empfehlungen nach Nutzertyp

🎯 1) Teams/Open-Source-Projekte, die bereits ein GitHub-Repository haben und ohne zusätzliches CI-Tool sofort starten wollen

🎯 2) Teams, die GitLab bereits als SCM nutzen und zusätzlich KI-gestützte Pipeline-Automatisierung wollen

🎯 3) Teams, bei denen wie bei Mobile-Apps oder Multi-Plattform-Matrix-Builds die Anzahl paralleler Builds der Flaschenhals ist

🎯 4) Großunternehmen/Legacy-Systeme mit On-Premise-, Air-Gap-Anforderungen und Bedarf an vollständiger Anpassung

🎯 5) Teams, die von GitHub Actions weg wollen und die Kostenstruktur ihres Self-Hostings selbst steuern möchten

🎯 6) Entwickler mit Budget 0 €, die ohne Kreditkarte sofort mit einem persönlichen Projekt starten wollen


6. Praxistipps & häufige Fehler

✅ Tipp 1) Verlasst euch nicht darauf, dass die Kostenfreiheit selbstgehosteter GitHub-Actions-Runner “endgültig feststeht”

Die im Dezember 2025 angekündigte Plattformnutzungsgebühr von 0,002 $ pro Minute wurde nach Community-Protesten zwar auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, GitHub hat aber nie erklärt, den Plan vollständig zu begraben. Teams, die selbstgehostete Runner in größerem Umfang betreiben, sollten in ihrem Budgetmodell die Variable “erneute Einführung möglich” offenhalten und sich angewöhnen, den offiziellen GitHub-Changelog vierteljährlich zu prüfen.

✅ Tipp 2) Reichen die 400 Minuten im GitLab-Free-Plan nicht, schließt sofort einen selbstgehosteten Runner an

Der Zukauf zusätzlicher geteilter Runner-Minuten kostet 10 $ pro 1.000 Minuten (0,01 $/Minute), ein selbstgehosteter Runner verbraucht dagegen bei keinem Plan überhaupt Compute-Minuten. Schon eine kleine VM genügt, um das 400-Minuten-Limit zu umgehen und die Pipeline praktisch unbegrenzt laufen zu lassen – prüft Self-Hosting also, bevor ihr Minutenmangel mit Geld löst.

✅ Tipp 3) Notiert euch, dass die kostenlosen CircleCI-Credits nicht übertragen werden

Die 30.000 Free-Credits verfallen jeden Monat und werden nicht in den nächsten Monat übernommen. Gekaufte, kostenpflichtige Credits bleiben dagegen 12 Monate gültig. Wer absehen kann, dass in einem bestimmten Monat viele Builds anfallen, sollte im Vormonat schon kostenpflichtige Credits kaufen, um den Verbrauch zeitlich abzustimmen und Verschwendung zu vermeiden.

✅ Tipp 4) Prüft vor einem Jenkins-Upgrade zuerst die Java-Version

Ab der Reihe Jenkins 2.555.x wird Java 17 nicht mehr unterstützt, Java 21 oder 25 ist zwingend erforderlich (Stand August 2026 ist 2.568.1 die aktuelle LTS). Wer die JDK-Version von Controller und Agenten nicht vorher prüft und einfach das LTS-Upgrade durchführt, riskiert kaputte Builds; wer das Upgrade dagegen aufschiebt, verpasst die Sicherheitspatches nach dem 12-Wochen-LTS-Zyklus.

✅ Tipp 5) Räumt bei Jenkins zuerst ungenutzte Plugins auf

In den letzten sechs Monaten wurden neben dem Core auch für mehrere Plugins wie GitHub Plugin, Pipeline: Groovy Libraries Plugin und Gitee Plugin einzelne Sicherheitshinweise veröffentlicht. Entfernt regelmäßig installierte, aber tatsächlich ungenutzte Plugins und abonniert die Sicherheitshinweis-Seite von jenkins.io, um sofort auf neue CVEs reagieren zu können.

✅ Tipp 6) Wer zu Buildkite migriert, sollte zuerst den Changelog zur GitHub-Webhook-Erweiterung prüfen

Buildkite hat den Umfang der GitHub-Webhook-Trigger über push/PR hinaus auf diverse Events erweitert – explizit, um Teams beim Wechsel von GitHub Actions zu unterstützen. Auch die Kapazität des metaData-Felds ist von 64 KB auf 1 MB gewachsen, weshalb sich lohnt, das Design für die Weitergabe größerer Datenmengen zwischen Pipeline-Schritten (etwa Testergebnis-Zusammenfassungen) noch einmal zu überdenken.


7. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F. Worauf sollte man bei einem CI/CD-Tools-Vergleich zuerst achten?

Wir empfehlen, zunächst die drei Achsen zu prüfen, die in Suchanfragen und Reviews übergreifend am häufigsten betont werden: (1) kostenlose Kontingente und Build-Minuten (Kosten), (2) die Kostenstruktur selbstgehosteter Runner (Abrechnung pro Minute?) und (3) Sicherheit (OIDC-Keyless-Authentifizierung, Secret-Management). Allein diese drei Achsen grenzen die Auswahl unter den fünf Tools meist schnell auf 1–2 Kandidaten ein.

F. Wird der selbstgehostete GitHub-Actions-Runner kostenpflichtig?

Im Dezember 2025 kündigte GitHub an, ab März 2026 eine Plattformnutzungsgebühr von 0,002 $ pro Minute zu erheben, setzte dies nach Community-Protesten aber umgehend auf unbestimmte Zeit aus. Bis August 2026 wurde die Regelung nicht umgesetzt, ein Termin für eine erneute Einführung steht nicht fest – sie ist also weiterhin kostenlos, aber die offizielle Position “eine erneute Prüfung ist künftig möglich” besteht fort.

F. Wie viel lässt sich mit dem kostenlosen GitLab-CI-Plan machen?

Der Free-Plan umfasst maximal 5 Mitglieder pro Gruppe, 400 CI/CD-Compute-Minuten/Monat und 10 GiB Speicher. Diese 400 Minuten beziehen sich jedoch auf geteilte Runner – schließt man einen selbstgehosteten Runner an, werden bei keinem Plan Compute-Minuten abgezogen, wodurch sich das Kontingent de facto unbegrenzt erweitern lässt.

F. Wie vielen Build-Minuten entsprechen die kostenlosen CircleCI-Credits?

Laut offizieller Seite bietet der Free-Plan 30.000 Credits/Monat, was als “bis zu 6.000 Build-Minuten” ausgewiesen wird. Aktive Nutzer sind auf maximal 5 begrenzt, ein Start ist ohne Kreditkartenregistrierung sofort möglich.

F. Ist Jenkins wirklich vollkommen kostenlos?

Ja, die Lizenzkosten betragen 0 $. Das betrifft jedoch nur die Softwarekosten – die eigentlichen Ausgaben entstehen zu 100 % aus Server-/Agent-Infrastruktur und dem Personal, das diese betreibt und patcht. Wer kommerziellen Support braucht, muss einen separaten Vertrag mit einem Drittanbieter wie CloudBees abschließen; konkrete Preise für 2026 sind wegen der Politik individueller Angebote nicht öffentlich einsehbar.

F. Worin unterscheidet sich Buildkite von GitHub Actions?

Der größte Unterschied liegt in der Ausführungsstruktur. Bei Buildkite übernimmt die SaaS nur die Orchestrierung (Scheduling, UI, API), die eigentliche Build-Ausführung erfolgt über selbstgehostete Agenten innerhalb der eigenen Infrastruktur – der Quellcode verlässt das eigene System nicht. Der Personal-Plan ist ohne Kreditkartenregistrierung dauerhaft kostenlos, und im aktuellen Changelog werden explizit Features ergänzt, die die schrittweise Migration von GitHub Actions erleichtern.

F. Wie sieht die Marktverteilung bei den einzelnen CI/CD-Tools aus?

Laut der im Oktober 2025 veröffentlichten JetBrains-Umfrage “State of Developer Ecosystem 2025” (zitiert im TeamCity-Blog vom März 2026) lag die Nutzung in Organisationen bei GitHub Actions bei 33 %, bei Jenkins bei 28 % und bei GitLab CI bei 19 %; separate Zahlen für CircleCI und Buildkite wurden in dieser Umfrage nicht veröffentlicht. Bei persönlichen Projekten lag GitHub Actions bei 39 %, Jenkins bei 13 % und GitLab CI bei 10 %. Zu beachten ist allerdings, dass es sich um Umfragedaten aus 2025 handelt und keine unabhängigen Nacherhebungszahlen für 2026 verifizierbar waren.

F. Welches der 5 CI/CD-Tools ist am schnellsten?

Einen unabhängigen quantitativen Benchmark, der dieselbe Workload unter identischen Bedingungen auf allen fünf Tools vergleicht, konnten wir in dieser Recherche nicht finden. Die einzig verifizierbaren quantitativen Daten sind die Nebenläufigkeits-Specs (CircleCI Performance 80x, Buildkite Pro unbegrenzt) – Marketingaussagen à la “Tool X ist absolut am schnellsten” sollte man daher nicht ungeprüft glauben.


8. Fazit: Das praktische Ergebnis des CI/CD-Tools-Vergleichs 2026

Das Fazit dieses CI/CD-Tools-Vergleichs im August 2026 lautet: “Es gibt nicht die eine richtige Antwort – sie hängt vom Repository-Standort und der Frage des Self-Hostings ab.” Wer den Code bereits bei GitHub liegen hat, hat kaum triftige Gründe, von GitHub Actions abzuweichen; Teams, die GitLab nutzen, profitieren erheblich davon, mit dem CI Expert Agent alles innerhalb einer einzigen Plattform zu bekommen. Dass die Kostenfreiheit selbstgehosteter GitHub-Actions-Runner einmal angekündigt und wieder zurückgezogen wurde und dass Jenkins in den letzten sechs Monaten fünf Sicherheitshinweise erhalten hat, sind Fakten, die bei der Budget- und Sicherheitsplanung unbedingt berücksichtigt werden sollten.

In der Praxis gilt: Braucht ihr klare Nebenläufigkeitszahlen, wählt CircleCI; wollt ihr die Kosten des Self-Hostings sicher kontrollieren, wählt GitLab CI oder Buildkite; braucht ihr vollständige Anpassbarkeit und On-Premise, wählt Jenkins; wollt ihr ohne jede Konfiguration sofort loslegen, wählt GitHub Actions. Mit dieser Faustregel kommen die meisten Teams schnell zu einem Ergebnis. Wer sich zusätzlich mit dem finalen Deployment-Ziel der CI/CD-Pipeline beschäftigt, findet in Vergleich von Docker, Kubernetes und weiteren Container-Tools und Vergleich von Vercel, Netlify und weiteren Webhosting-PaaS-Plattformen weitere hilfreiche Anhaltspunkte.

[Zusammenfassung: Die passende Empfehlung für eure Situation]

GitHub-basiertes Team, Open-Source-Projekt
  → GitHub Actions (Public komplett kostenlos, Private Free 2.000 Minuten/Monat)

Bereits GitLab im Einsatz, zusätzlich KI-Pipeline-Automatisierung gewünscht
  → GitLab CI/CD (selbstgehosteter Runner mit 0 Minuten Verbrauch, CI Expert Agent GA)

Mobile/Matrix-Builds, bei denen die Anzahl paralleler Builds der Flaschenhals ist
  → CircleCI (Performance-Nebenläufigkeit 80x/macOS 15x)

On-Premise, Air-Gap, vollständige Anpassbarkeit erforderlich
  → Jenkins (Lizenz 0 $, aber dediziertes Personal für Sicherheitspatches nötig)

Abkehr von GitHub Actions, eigene Kontrolle über die Self-Hosting-Kostenstruktur
  → Buildkite (Personal lebenslang kostenlos, Pro 30 $/Monat/Nutzer)

Alle Zahlen in diesem CI/CD-Tools-Vergleich wurden anhand offizieller Preisseiten und Release Notes zusammengestellt, doch Preismodelle können sich jederzeit wieder ändern. Am sichersten ist es, vor Vertragsabschluss immer noch einmal die offizielle Pricing-Seite des jeweiligen Anbieters zu prüfen.