GitHub Actions vs. GitLab CI vs. CircleCI vs. Jenkins vs. Buildkite: Der komplette CI/CD-Tools-Vergleich 2026

Im August 2026 arbeitet kaum ein Team mehr ohne eine Pipeline, die den gesamten Weg vom Commit bis zum Deployment automatisiert. Das Problem: “Welches CI/CD-Tool soll es sein?” bleibt eine Entscheidung, bei der sich die Rahmenbedingungen Jahr für Jahr verschieben. Dieser CI/CD-Tools-Vergleich stützt sich bewusst nicht auf Bekanntheitsgrad oder GitHub-Sterne, sondern ausschließlich auf Fakten aus den offiziellen Preisseiten, Release Notes und Sicherheitshinweisen der jeweiligen Anbieter. Denn in den letzten sechs Monaten hat sich einiges tatsächlich verändert: die angekündigte und wieder zurückgezogene Bepreisung selbstgehosteter Runner bei GitHub Actions, die GA-Freigabe des KI-Agenten bei GitLab und eine Serie von Sicherheitshinweisen bei Jenkins.
Verglichen werden die fünf Werkzeuge, die den Markt faktisch unter sich aufteilen: GitHub Actions, GitLab CI/CD, CircleCI, der originale Open-Source-Automatisierungsserver Jenkins und Buildkite, das als Alternative zu GitHub Actions zunehmend an Bedeutung gewinnt. Da die richtige Antwort komplett davon abhängt, wo euer Repository liegt, ob ihr selbstgehostete Runner einsetzen könnt und wie groß euer Team ist, wäre ein pauschales “Nimm einfach dieses hier” fahrlässig.
Besonders drei Punkte möchten wir in diesem CI/CD-Tools-Vergleich hervorheben. Käufer prüfen bei Recherche und Reviews wiederkehrend dieselben drei Achsen: (1) kostenlose Kontingente und Build-Minuten (Kosten), (2) die Kostenstruktur selbstgehosteter Runner (wird pro Minute abgerechnet?) und (3) Sicherheit (OIDC-Keyless-Authentifizierung, Secret-Management). Zerlegt man die fünf Tools entlang dieser drei Achsen, treten reale Unterschiede zutage, die das Wort “kostenlos” allein niemals verrät.
Im Folgenden gehen wir von der Gesamtübersichtstabelle über den Deep-Dive zu den einzelnen Produkten, einen Benchmark zu Nebenläufigkeit und Sicherheit, den vollständigen Preisvergleich, Empfehlungen nach Nutzertyp bis hin zu Praxistipps, häufigen Fehlern und FAQ. Unbestätigte Zahlen werden nicht durch Vermutungen ersetzt, sondern ausdrücklich als “nicht verifizierbar” gekennzeichnet – die Tabellen könnt ihr also direkt als Grundlage für eure Budget- und Architekturentscheidungen nutzen.
1. Executive Summary: CI/CD-Tools-Vergleich auf einen Blick
Für Entwickler und Teamleads, die wenig Zeit haben, fassen wir die Kernpunkte der fünf wichtigsten CI/CD-Tools mit Stand August 2026 in einer Tabelle zusammen.
📊 Gesamtvergleichstabelle der 5 wichtigsten CI/CD-Tools, Stand August 2026
| Kriterium | GitHub Actions | GitLab CI/CD | CircleCI | Jenkins | Buildkite |
|---|---|---|---|---|---|
| Design-Philosophie | In GitHub-Repositories integrierte Workflows | Einheitliche DevOps-Plattform + KI-Agent | Cloud-native, reine CI-SaaS-Lösung | Vollständig quelloffener, selbstgehosteter Automatisierungsserver | SaaS-Orchestrierung + 100 % selbstgehostete Agenten |
| Version/Produktname | Keine eigene Versionsnummer (integriertes GitHub.com-Feature) | GitLab 19.2 (16.07.2026) | CircleCI (SaaS, daneben existiert CircleCI Server) | Jenkins 2.568.1 LTS (08.07.2026) | Buildkite-Plattform + Agent v3.127.2+ |
| Neueste Features 2026 | OIDC Custom Property Claims GA (April), Runner Scale Set Client Preview (Februar) | CI Expert Agent GA (19.2), Duo Agent Platform GA (18.8) | Enhanced OIDC-Token (3 zusätzliche Claims) | Java-17-Support beendet, Java 21/25 zwingend erforderlich | metaData 64 KB → 1 MB, GraphQL-Job-Abfrage, API-Rate-Limits |
| Kernlimits der Gratisstufe | Public Repos komplett kostenlos, Private Free 2.000 Minuten/Monat | Free 400 Minuten/Monat, max. 5 Mitglieder pro Gruppe | Free 30.000 Credits/Monat (≈ 6.000 Minuten), max. 5 Mitglieder | Kein Konzept einer Gratisstufe (das gesamte Produkt ist kostenlos) | Personal lebenslang kostenlos, 1 Nutzer, 3 parallele Jobs |
| Kosten selbstgehosteter Runner | Vollständig kostenlos (nur Infrastrukturkosten) | Bei jedem Plan 0 Minuten Verbrauch (de facto unbegrenzt) | Keine Credit-Abbuchung (genaue Orchestrierungsgebühr nicht verifizierbar) | Ohnehin komplett selbstgehostet (kostenlos) | Keine Abrechnung pro Minute (nur Abo-Gebühr + Infrastruktur) |
| Nebenläufigkeit (Concurrency) | Variabel je nach Plan/Runner-Konfiguration (kein fester Wert) | Variabel je nach Plan/Runner-Konfiguration | Free 30x/macOS 1x, Performance 80x/macOS 15x | Variabel je nach Plan/Runner-Konfiguration | Personal auf 3 begrenzt, Pro unbegrenzt |
| Einstiegspreis (bezahlt) | Kein separater Plan, Überschreitung wird pro Minute abgerechnet | Premium 29 $/Nutzer·Monat | Performance ab 15 $/Monat | Keiner (kommerzieller Support nur über separate Angebote z. B. von CloudBees) | Pro 30 $/Monat/aktivem Nutzer |
| Sicherheit (OIDC etc.) | OIDC Keyless + Custom Property Claims | OIDC auf Basis von id_tokens (bestehendes Feature) | $CIRCLE_OIDC_TOKEN(_V2), 3 zusätzliche Claims | Zahlreiche Schwachstellen in Core + Plugins gemeldet (5 in 6 Monaten) | Keine eigenen OIDC-Neuerungen für 2026 verifizierbar |
| Beste Zielgruppe | GitHub-basierte Teams, Open-Source-Projekte | Teams, die bereits GitLab nutzen und KI-gestützte Pipeline-Automatisierung wollen | Teams, bei denen die Anzahl paralleler Builds (Mobile/Matrix-Builds) der Flaschenhals ist | Organisationen mit Bedarf an On-Premise, Air-Gap oder vollständiger Anpassung | Teams, die die Kostenstruktur selbstgehosteter Infrastruktur selbst kontrollieren wollen |
Die Zeile, die es zuerst genauer anzuschauen lohnt, ist “Kosten selbstgehosteter Runner”. Bei allen fünf Tools fällt für das Self-Hosting selbst faktisch keine Gebühr an – die Gründe und Bedingungen dafür unterscheiden sich jedoch erheblich. GitLab ist so konzipiert, dass selbstgehostete Runner bei keinem Plan Minuten verbrauchen, während GitHub Actions eine kostenpflichtige Regelung angekündigt und anschließend wieder zurückgezogen hat – mit dem Beigeschmack “aktuell kostenlos, aber eine erneute Einführung ist nicht ausgeschlossen”. Wer diesen Unterschied bei der Budgetplanung übersieht, kann später ein böses Erwachen erleben.
2. Deep-Dive: Die Kernfunktionen der 5 wichtigsten CI/CD-Tools
⚙️ 1) GitHub Actions – der Standard, der bereits in jedem GitHub-Repository steckt
- Ein integriertes Feature ohne eigenes Versionskonzept: GitHub Actions ist keine eigenständige Produktversion, sondern eine in GitHub.com eingebaute Workflow-Engine. Als neue GA-Features 2026 kamen im April die OIDC Custom Property Claims (benutzerdefinierte Repository-Eigenschaften werden in OIDC-Claims aufgenommen, um granularere Trust-Policies zu konfigurieren) sowie im Februar der Public-Preview-Runner Scale Set Client hinzu.
- Preissenkung zum 01.01.2026: Public Repositories sind auf allen Runnern vollständig kostenlos, bei privaten Repositories sind GitHub Free 2.000 Minuten, Pro/Team 3.000 Minuten und Enterprise Cloud 50.000 Minuten monatlich inklusive. Die Abrechnung darüber hinaus wurde zum 1. Januar 2026 um bis zu 39 % gesenkt: Linux 1-Core (x64) kostet 0,002 $/Minute, Linux 2-Core (x64) 0,006 $ (vorher 0,008 $), Windows 2-Core (x64) 0,010 $ (vorher 0,016 $) und macOS 3–4-Core 0,062 $ (vorher 0,080 $).
- Die Ankündigung und der Rückzieher bei der Bepreisung selbstgehosteter Runner: Am 16. Dezember 2025 kündigte GitHub an, ab dem 1. März 2026 auch für selbstgehostete Runner eine “Plattformnutzungsgebühr” von 0,002 $ pro Minute zu erheben. Nach heftigem Community-Widerstand wurde der Plan jedoch auf unbestimmte Zeit ausgesetzt (“re-evaluate”) – bis Stand Juni 2026 wurde er nicht umgesetzt, und ein Termin für eine erneute Einführung steht nicht fest. Fazit: Selbstgehostete Runner sind Stand August 2026 weiterhin komplett kostenlos, aber die offizielle Position “eine erneute Prüfung ist möglich” wurde nie zurückgenommen – das sollte man im Hinterkopf behalten.
- OIDC Keyless Deployment und Sicherheits-Roadmap: OIDC, bei dem statt statischer Secrets kurzlebige Token für die Authentifizierung bei Cloud-Providern verwendet werden, hat sich zum Standard entwickelt, und die oben genannten Custom Property Claims verfeinern dies noch einmal. GitHubs eigener Sicherheits-Roadmap zufolge war Secret-Diebstahl (Token-Diebstahl) jedoch der zentrale Angriffsvektor bei den größten Supply-Chain-Angriffen des vergangenen Jahres, weshalb zusätzliche Schutzmechanismen wie das Locking von Workflow-Abhängigkeiten (Dependency Locking) geplant sind. Caching läuft über die Action
actions/cache, Cache-Keys auf Basis von Lockfile-Hashes sowie eingebaute Cache-Optionen offizieller Actions wiesetup-node. - Wer über das Deployment hinausdenkt: Wenn am Ende der Pipeline tatsächlich eine Container-Orchestrierung steht, hilft der Artikel Vergleich von Container-Tools wie Docker, Kubernetes und Co. bei der nächsten Entscheidung; für PaaS-Szenarien empfiehlt sich Vergleich von Vercel, Netlify und weiteren Webhosting-Plattformen.
🦊 2) GitLab CI/CD – die Plattform, bei der der KI-Agent direkt in der Pipeline sitzt
- GitLab 19.2 (Release 16.07.2026): Im Januar 2026 erreichte “GitLab Duo Agent Platform” mit GitLab 18.8 GA-Status, im Juli 2026 folgte mit 19.2 die reguläre Veröffentlichung des KI-Agenten CI Expert Agent, der beim Erstellen, Debuggen und Optimieren von CI/CD-Pipelines hilft. Das zeigt, dass sich der Trend KI-Coding-Agenten wie Cursor oder GitHub Copilot über das reine Schreiben von Code hinaus auf die CI/CD-Pipeline selbst ausdehnt.
- Selbstgehostete Runner mit 0-Minuten-Verbrauch – ein enormer Vorteil: Der Free-Plan kostet 0 $ pro Nutzer, umfasst maximal 5 Mitglieder pro Gruppe sowie 400 CI/CD-Compute-Minuten pro Monat und 10 GiB Speicher. Der entscheidende Punkt dabei: Bei jedem Plan verbraucht ein angeschlossener selbstgehosteter (Self-managed) Runner überhaupt keine Compute-Minuten. Mit eigener Infrastruktur für den Runner lässt sich CI damit de facto unbegrenzt und kostenlos betreiben.
- Preisstruktur von Premium und Ultimate: Premium kostet 29 $/Nutzer·Monat (jährliche Abrechnung) und beinhaltet 10.000 Compute-Minuten/Monat, 500 GiB Speicher sowie GitLab-Duo-Credits im Wert von 12 $/Nutzer·Monat. Ultimate wird individuell über den Vertrieb angeboten (Preis nicht öffentlich) und bringt 50.000 Compute-Minuten/Monat sowie Duo-Credits im Wert von 24 $ mit, Ultimate Plus (früher GitLab Dedicated) wird ebenfalls separat über den Vertrieb angeboten. Wird das Kontingent geteilter Runner überschritten, werden zusätzliche 1.000 Minuten mit 10 $ berechnet (= 0,01 $/Minute). Für Open-Source-Projekte, Bildungseinrichtungen und Start-ups gibt es zudem ein Programm mit kostenloser Ultimate-Lizenz und 50.000 Minuten/Monat.
- 19.2 und das Thema “KI-Paradoxon”: Dependency Scanning Auto-Remediation, Security Review Flow, Duo CLI und Custom Flows haben mit 19.2 den Beta-Status verlassen bzw. sind in die öffentliche Beta gegangen. Zentrales Thema dieses Releases ist agentische Automatisierung als Antwort auf das Problem, dass Sicherheits- und Review-Prozesse mit dem Tempo KI-generierter Änderungen nicht mehr Schritt halten können.
- Nicht verifizierbare OIDC-Punkte: GitLab CI unterstützt OIDC seit Längerem über das Schlüsselwort
id_tokens:, ob dieses Feature 2026 selbst neue Änderungen erfahren hat, ließ sich in dieser Recherche jedoch nicht bestätigen. Da keine belastbare Grundlage für konkrete Aussagen vorliegt, wird dieser Punkt hier nur als “bestehendes Feature unverändert” festgehalten.
🔵 3) CircleCI – die reine Cloud-CI mit klar definierten Nebenläufigkeits-Specs
- Credit-basierte Gratisstufe: Free kostet 0 $/Monat und bietet 30.000 Credits/Monat (laut offizieller Seite entspricht das “bis zu 6.000 Build-Minuten”), maximal 5 aktive Nutzer, eine Nebenläufigkeit von 30x in den meisten Umgebungen (macOS 1x) und erfordert keine Kreditkartenregistrierung.
- Eines der wenigen Tools mit klar veröffentlichten Nebenläufigkeitszahlen: Der Performance-Plan (ab 15 $/Monat) enthält 30.000 Credits, für jeden zusätzlichen Nutzer kommen 15 $/Monat (plus 25.000 Credits) hinzu, die Nebenläufigkeit steigt auf 80x in Standardumgebungen bzw. 15x auf macOS. Zusätzliche Credits lassen sich in 25.000er-Paketen für je 15 $ kaufen (0,0006 $ pro Credit). Der Scale-Plan wird jährlich abgerechnet, individuell kalkuliert und passt Nebenläufigkeit, Nutzerzahl und 24/7-Support an den Bedarf an.
- Wer das Ablaufdatum der Credits verpasst, verliert sie: Free-Credits verfallen jeden Monat und werden nicht übertragen. Gekaufte, kostenpflichtige Credits bleiben dagegen 12 Monate gültig. Wer diesen Unterschied nicht kennt, denkt leicht: “Die nicht verbrauchten Gratis-Credits nehme ich einfach mit in den nächsten Monat” – ein Trugschluss.
- Selbstgehostete Runner und Netzwerklimits: Der CircleCI Runner verbraucht keine Credits, die in Drittquellen kolportierte “geringe Orchestrierungsgebühr pro Minute” lässt sich auf der offiziellen Seite jedoch nicht bestätigen und bleibt daher als nicht verifizierbar stehen. Der Datentransfer beträgt bei Free 1 GB, bei Performance 5 GB und bei Scale 50 GB, der Speicherplatz liegt bei Free/Performance bei 2 GB und bei Scale bei 200 GB.
- OIDC-Erweiterung: Über die Umgebungsvariablen
$CIRCLE_OIDC_TOKEN/$CIRCLE_OIDC_TOKEN_V2lässt sich ein OIDC-Token bereitstellen, mit dem man sich ohne statische Zugangsdaten bei AWS, Azure, Vault etc. authentifizieren kann; diesem Token wurden kürzlich drei zusätzliche Claims (Organisations-ID, Pipeline-ID, Pipeline-Definitions-ID) hinzugefügt (Enhanced OIDC Tokens).
🐘 4) Jenkins – vollständig Open Source, aber mit realem Sicherheits-Betriebsaufwand
- Jenkins 2.568.1 LTS (Release 08.07.2026): Im regulären Release-Zyklus wird alle 12 Wochen eine LTS-(stabile)-Version bestimmt, danach folgen alle 4 Wochen Patches für Sicherheit, Bugfixes und ausgewählte Backports. Ab der 2.555.x-Reihe wurde die Java-17-Unterstützung eingestellt, sodass Java 21 oder 25 zwingend erforderlich ist — diese Anforderung gilt unverändert auch für die aktuelle LTS 2.568.1 vom 08.07.2026.
- Lizenzkosten 0 $, die Gesamtbetriebskosten sind aber eine andere Geschichte: Jenkins ist vollständig Open Source und verursacht keinerlei Lizenzkosten. Dafür fallen 100 % der Kosten für Infrastruktur (Server, Agenten) und das Personal an, das diese betreibt. Wer kommerziellen Support benötigt, muss separat einen kostenpflichtigen Vertrag mit einem Drittanbieter wie CloudBees für Support und Enterprise-Plugins abschließen; konkrete CloudBees-Preise für 2026 sind wegen der Politik individueller Angebote nicht öffentlich einsehbar.
- In den letzten sechs Monaten wiederholt Sicherheitshinweise: Allein zwischen März und Juni 2026 wurden mindestens fünf offizielle Sicherheitshinweise veröffentlicht: eine Core-Schwachstelle (willkürliches Erzeugen von Dateien), gespeichertes XSS im GitHub Plugin, eine fehlende Symlink-Beschränkung im Pipeline: Groovy Libraries Plugin (willkürliches Lesen von Dateien), willkürliche Typ-Deserialisierung beim Einreichen von config.xml sowie eine fehlende Berechtigungsprüfung im Gitee Plugin (Diebstahl von Zugangsdaten möglich).
- Breites Plugin-Ökosystem = breite Angriffsfläche: Diese Vorfälle liefern die quantitative Grundlage für die strukturelle Eigenschaft von Jenkins: “je mehr Plugins, desto komfortabler – aber auch desto größer die Angriffsfläche”. Die genaue Gesamtzahl der Plugins (Stand August 2026) ließ sich allerdings nicht anhand aktueller Zahlen verifizieren; statt der gängigen Formulierung “über 1.800” pauschal zu vertrauen, empfiehlt sich ein direkter Blick in den offiziellen Plugin-Index.
- Grundsätzlich auf Self-Hosting ausgelegt: Da das Tool von Anfang an auf vollständiges Self-Hosting ausgelegt ist, entscheiden Nutzer selbst, wo Controller und Agenten laufen (On-Premise, VM, Container). Genau deshalb wird Jenkins in Air-Gap-Umgebungen und stark regulierten Organisationen nach wie vor bevorzugt eingesetzt.
🚦 5) Buildkite – die Hybridlösung, die abwandernde GitHub-Actions-Nutzer auffängt
- SaaS-Orchestrierung + 100 % selbstgehostete Agenten: Das Kerndesign von Buildkite ist eine Hybridstruktur, bei der die Steuerungsebene bei der Buildkite-SaaS liegt, die eigentliche Build-Ausführung aber von Agenten innerhalb der eigenen Infrastruktur übernommen wird. Für die Agent-Version wird ab Release-Stand 2026 mindestens v3.127.2 empfohlen.
- Lebenslang kostenloser Personal-Plan: Nutzbar ohne Kreditkartenregistrierung, dauerhaft kostenlos und ohne Ablaufdatum. Er ist jedoch auf 1 Nutzer, 3 parallele Jobs und eine Build-Aufbewahrung von 90 Tagen begrenzt. Pro kostet 30 $/Monat pro aktivem Nutzer, öffnet unbegrenzte Nutzer und parallele Jobs, enthält 10 selbstgehostete Agenten (darüber hinaus 3,50 $/Monat je Agent) und verlängert die Build-Aufbewahrung auf ein Jahr. Enterprise wird ab mindestens 30 Nutzern individuell kalkuliert.
- Neues Produkt: Hosted Agents: Neu hinzugekommen ist ein Zusatzprodukt, bei dem Buildkite die Compute-Ressourcen ohne eigene Infrastruktur bereitstellt. Linux kostet 0,004 $ pro vCPU-Minute (sekundengenaue Abrechnung), Mac M4 0,02 $ pro vCPU-Minute. Für selbstgehostete Agenten selbst fällt keine Abrechnung pro Minute an – die tatsächlichen Kosten ergeben sich aus Abo-Gebühr plus den EC2-, GCP- oder Bare-Metal-Kosten, die Nutzer selbst anschließen.
- Änderungen, die gezielt Teams ansprechen, die von GitHub Actions umsteigen: Im aktuellen Changelog wurde der Umfang der GitHub-Webhook-Trigger über push/PR hinaus auf diverse weitere Events erweitert – offiziell explizit begründet mit dem Ziel, “die schrittweise Migration von GitHub Actions zu Buildkite zu erleichtern”. Darüber hinaus wurde die Kapazität des metaData-Felds für Builds/Jobs von 64 KB auf deutlich großzügigere 1 MB angehoben, Job-Annotations lassen sich nun über die GraphQL-API abfragen, und für REST- sowie GraphQL-API gelten nutzerspezifische Rate-Limits, damit ein außer Kontrolle geratenes Skript nicht das gesamte Kontingent einer Organisation aufbraucht.
- Update für macOS-Build-Teams: Auf der Cluster-Queue-Seite wurde eine namensbasierte, Groß-/Kleinschreibung ignorierende Suche ergänzt, außerdem wird auf macOS jetzt Xcode 26 (Sequoia 15.6.1, Tahoe 26) unterstützt. Die genaue Kundenzahl oder der Marktanteil lassen sich mangels öffentlicher Kennzahlen für dieses nicht börsennotierte Unternehmen jedoch nicht verifizieren.
3. Benchmark-Duell: Nebenläufigkeits-Specs & Sicherheitsvorfälle
Hier gilt es in diesem CI/CD-Tools-Vergleich am ehrlichsten hinzuschauen. Ein unabhängiger, quantitativer Drittanbieter-Benchmark, der dieselbe Workload unter identischen Bedingungen auf allen fünf Tools ausführt und die Build-Zeiten vergleicht, ließ sich in dieser Recherche nicht finden. Qualitative Einschätzungen wie “CircleCI liefert Spitzen-Build-Performance” tauchen zwar auf, die zugrundeliegenden quantitativen Werte (wie viele Sekunden schneller, wie viel Prozent) ließen sich jedoch nicht bestätigen. Deshalb verzichtet dieser Artikel auf Rangfolgen-Behauptungen à la “Tool X ist absolut das schnellste”.
Die einzige belastbar zitierbare quantitative Kennzahl sind die Nebenläufigkeits-(Concurrency)-Specs der einzelnen Tools.
[Stand August 2026 aus offizieller Dokumentation verifizierbare Nebenläufigkeits-Specs]
CircleCI Performance : 80x (Standardumgebungen) / 15x (macOS)
CircleCI Free : 30x (die meisten Umgebungen) / 1x (macOS)
Buildkite Pro : unbegrenzt parallele Jobs (inkl. 10 selbstgehostete Agenten)
Buildkite Personal : auf 3 parallele Jobs begrenzt
GitHub Actions / GitLab CI / Jenkins : variabel je nach Plan/Runner-Konfiguration — kein fester Wert verifizierbar
Betrachtet man ausschließlich die Nebenläufigkeits-Specs, liegen CircleCI Performance und Buildkite Pro vorn, weil sie konkrete Zahlen nennen. GitHub Actions, GitLab CI und Jenkins hingegen können ihre Nebenläufigkeit je nach Anzahl und Ausstattung der angeschlossenen Runner faktisch unbegrenzt steigern oder auf einen einzigen Runner beschränken – hier gibt es schlicht kein Konzept eines “festen Werts”. Wer bei Matrix-Builds für Mobile-Apps oder Multi-Plattform-Tests einen Flaschenhals hat, sollte anhand dieser konkreten Zahlen zunächst CircleCI und Buildkite prüfen.
Bei der Sicherheit lässt sich die Historie der Sicherheitshinweise von Jenkins der letzten sechs Monate mit konkreten Daten belegen.
| Datum | Problem | Betroffener Bereich |
|---|---|---|
| 18.03.2026 | Core-Schwachstelle u. a. CVE-2026-33001 | Willkürliches Erzeugen von Dateien in Jenkins 2.554/LTS 2.541.2 und älter (+ LoadNinja-Plugin) |
| 29.04.2026 | GitHub Plugin 1.46.0 und älter | Gespeichertes XSS (Fehler bei der Verarbeitung von Job-URLs) |
| 27.05.2026 | Pipeline: Groovy Libraries Plugin | Fehlende Symlink-Beschränkung → willkürliches Lesen von Dateien im Dateisystem des Controllers |
| 10.06.2026 | Jenkins 2.567 und älter/LTS 2.555.2 und älter | Willkürliche Typ-Deserialisierung beim Einreichen von config.xml |
| 24.06.2026 | Gitee Plugin | Fehlende Berechtigungsprüfung → HTTP-Endpunkt ermöglicht Diebstahl von Zugangsdaten |
In sechs Monaten wurden im Core und im gesamten Plugin-Ökosystem mindestens fünf offizielle Schwachstellen vom Typ RCE, XSS, Deserialisierung und Credential-Diebstahl gemeldet. Das sind konkrete Daten, die die strukturelle Eigenschaft von Jenkins belegen: “je mehr Plugins, desto komfortabler – aber auch desto größer die Angriffsfläche”. Aus dieser Zahl direkt zu schließen, “Jenkins ist unsicherer als die anderen vier”, wäre allerdings voreilig. Bei den anderen vier Tools fand sich in dieser Recherche schlicht keine derart granulare, öffentliche Historie an Sicherheitshinweisen – das heißt nicht, dass es dort keine Schwachstellen gibt. Im Gegenteil: Gerade weil Jenkins Open Source ist, wird die CVE-Nachverfolgung besonders gut gepflegt, was man auch als hohe Transparenz werten kann.
Bei der OIDC-Keyless-Authentifizierung sind bei drei Tools aktuelle Änderungen belegbar: GitHub Actions (Custom Property Claims GA), GitLab (bestehendes id_tokens-Feature) und CircleCI (Enhanced OIDC Tokens mit drei zusätzlichen Claims). Neue OIDC-bezogene Änderungen für 2026 bei Jenkins und Buildkite ließen sich in dieser Recherche nicht bestätigen, weshalb im Haupttext keine willkürlichen Aussagen dazu getroffen wurden.
4. Vollständiger Vergleich von Preisen und Tarifen
[Niedrigster Einstiegspreis beim Upgrade auf einen kostenpflichtigen Plan — aufsteigend sortiert]
CircleCI Performance : ab 15 $/Monat (+ 15 $/Monat je zusätzlichem Nutzer)
GitLab CI Premium : 29 $/Nutzer·Monat (jährliche Abrechnung)
Buildkite Pro : 30 $/Monat/aktivem Nutzer
GitHub Actions : kein separater kostenpflichtiger Plan, Überschreitung wird pro Minute abgerechnet (ab 0,006 $/Minute für Linux 2-Core)
Jenkins : kein kostenpflichtiger Plan (vollständig kostenlos, kommerzieller Support nur über separate Angebote z. B. von CloudBees)
💰 Detaillierte Preisvergleichstabelle
| Produkt | Gratisstufe | Einstiegspreis (bezahlt) | Kosten selbstgehosteter Runner/Agent |
|---|---|---|---|
| GitHub Actions | Public komplett kostenlos, Private Free 2.000 Minuten/Monat | Kein separater Plan (Abrechnung pro Minute: Linux 1-Core 0,002 $, macOS 0,062 $) | Vollständig kostenlos (nur Infrastrukturkosten) — allerdings nach der Ankündigung vom Dez. 2025 aktuell auf unbestimmte Zeit ausgesetzt |
| GitLab CI/CD | 0 $, 5 Mitglieder pro Gruppe, 400 Compute-Minuten/Monat | Premium 29 $/Nutzer·Monat (10.000 Compute-Minuten) | Bei jedem Plan 0 Minuten Verbrauch (de facto unbegrenzt) |
| CircleCI | 0 $, 30.000 Credits/Monat (≈ 6.000 Minuten), max. 5 Nutzer | Performance ab 15 $/Monat (Nebenläufigkeit 80x) | Keine Credit-Abbuchung (genaue Orchestrierungsgebühr nicht verifizierbar) |
| Jenkins | Alles kostenlos (keine Lizenzkosten) | Keiner (kommerzieller CloudBees-Support nur über separates Angebot) | Ohnehin 100 % Self-Hosting vorausgesetzt |
| Buildkite | Personal lebenslang kostenlos, 1 Nutzer, 3 parallele Jobs | Pro 30 $/Monat/Nutzer (10 Agenten inklusive, darüber 3,50 $/Agent) | Keine Abrechnung pro Minute (nur Abo-Gebühr + Infrastruktur) |
Bei den versteckten Kosten sind drei Punkte zu beachten. Erstens: Der “kostenlose” selbstgehostete Runner von GitHub Actions ist eher bedingt kostenlos. Die im Dezember 2025 angekündigte Plattformnutzungsgebühr von 0,002 $ pro Minute wurde zwar nach Community-Protesten zurückgezogen, GitHub hat dies jedoch lediglich als “Re-Evaluation” bezeichnet und keine vollständige Rücknahme erklärt. Statt bei der Budgetplanung von “dauerhaft kostenlos” auszugehen, sollte man sich angewöhnen, regelmäßig den offiziellen GitHub-Blog zu prüfen.
Zweitens: Der selbstgehostete Runner von GitLab ist ohne Wenn und Aber kostenlos. Sobald das Limit von 400 Minuten/Monat im Free-Plan erreicht ist, ist ein selbstgehosteter Runner dem Zukauf von Cloud-Shared-Runner-Minuten (10 $ pro 1.000 Minuten) deutlich überlegen. Schon ein einzelner Server als Runner reicht aus, um die Pipeline praktisch unbegrenzt zu betreiben.
Drittens: Die kostenlosen Credits von CircleCI verfallen jeden Monat und werden nicht übertragen. Ungenutzte Credits aus diesem Monat lassen sich nicht in den nächsten übertragen – wer absehen kann, dass in einem bestimmten Monat viele Builds anfallen, sollte vorab kostenpflichtige Credits kaufen (12 Monate gültig). Jenkins wirkt allein wegen der Lizenzkosten von 0 $ leicht als “die günstigste Wahl”, tatsächlich entstehen die eigentlichen Gesamtkosten aber überwiegend aus Server-/Agent-Infrastruktur und dem Personal, das Sicherheitspatches betreut – das darf man nicht übersehen.
5. Abschließende Empfehlungen nach Nutzertyp
🎯 1) Teams/Open-Source-Projekte, die bereits ein GitHub-Repository haben und ohne zusätzliches CI-Tool sofort starten wollen
- Beste Wahl: GitHub Actions
- Warum: Public Repositories sind auf allen Runnern vollständig kostenlos, und auch bei privaten Repositories sind monatlich 2.000 Minuten (Free) bis 50.000 Minuten (Enterprise Cloud) standardmäßig inklusive. Repository und CI liegen physisch am selben Ort, eine separate Integration ist nicht nötig.
🎯 2) Teams, die GitLab bereits als SCM nutzen und zusätzlich KI-gestützte Pipeline-Automatisierung wollen
- Beste Wahl: GitLab CI/CD
- Warum: Der im Juli 2026 auf GA gebrachte CI Expert Agent hilft beim Erstellen, Debuggen und Optimieren von Pipelines, und da selbstgehostete Runner bei keinem Plan Compute-Minuten verbrauchen, entsteht praktisch kein Budgetdruck im Compute-Bereich.
🎯 3) Teams, bei denen wie bei Mobile-Apps oder Multi-Plattform-Matrix-Builds die Anzahl paralleler Builds der Flaschenhals ist
- Beste Wahl: CircleCI
- Warum: Die Nebenläufigkeit von 80x (macOS 15x) im Performance-Plan ist unter allen fünf Tools die eindeutigste, offiziell dokumentierte Nebenläufigkeitszahl. Wenn die Build-Warteschlange der Flaschenhals ist, liefert diese konkrete Spezifikation die Entscheidungsgrundlage.
🎯 4) Großunternehmen/Legacy-Systeme mit On-Premise-, Air-Gap-Anforderungen und Bedarf an vollständiger Anpassung
- Beste Wahl: Jenkins
- Warum: Ohne Lizenzkosten erhält man volle Kontrolle und kann sich mit dem riesigen Plugin-Ökosystem jeden gewünschten Workflow zusammenbauen. Da in den letzten sechs Monaten allerdings fünf Sicherheitshinweise erschienen sind, braucht es dediziertes Personal, das den Patch-Zyklus (12 Wochen LTS + 4 Wochen Sicherheits-Backports) im Blick behält.
🎯 5) Teams, die von GitHub Actions weg wollen und die Kostenstruktur ihres Self-Hostings selbst steuern möchten
- Beste Wahl: Buildkite
- Warum: Die SaaS übernimmt nur die Orchestrierung, die eigentliche Code- und Build-Ausführung findet in der eigenen Infrastruktur statt – der Quellcode verlässt das eigene System nicht. Auch die kürzlich erweiterten GitHub-Webhook-Trigger sind explizit auf die Migration von GitHub Actions ausgerichtet.
🎯 6) Entwickler mit Budget 0 €, die ohne Kreditkarte sofort mit einem persönlichen Projekt starten wollen
- Beste Wahl: GitHub Actions (Public Repository) oder Buildkite Personal
- Warum: GitHub Actions ist bei Public Repositories ohne Kreditkartenregistrierung vollständig kostenlos, Buildkite Personal ist ohne Ablaufdatum dauerhaft kostenlos (begrenzt auf 1 Nutzer, 3 parallele Jobs). CircleCI Free ist dagegen auf maximal 5 Nutzer begrenzt und die Credits verfallen monatlich – für ein Solo-Nebenprojekt sind daher die ersten beiden Optionen unkomplizierter.
6. Praxistipps & häufige Fehler
✅ Tipp 1) Verlasst euch nicht darauf, dass die Kostenfreiheit selbstgehosteter GitHub-Actions-Runner “endgültig feststeht”
Die im Dezember 2025 angekündigte Plattformnutzungsgebühr von 0,002 $ pro Minute wurde nach Community-Protesten zwar auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, GitHub hat aber nie erklärt, den Plan vollständig zu begraben. Teams, die selbstgehostete Runner in größerem Umfang betreiben, sollten in ihrem Budgetmodell die Variable “erneute Einführung möglich” offenhalten und sich angewöhnen, den offiziellen GitHub-Changelog vierteljährlich zu prüfen.
✅ Tipp 2) Reichen die 400 Minuten im GitLab-Free-Plan nicht, schließt sofort einen selbstgehosteten Runner an
Der Zukauf zusätzlicher geteilter Runner-Minuten kostet 10 $ pro 1.000 Minuten (0,01 $/Minute), ein selbstgehosteter Runner verbraucht dagegen bei keinem Plan überhaupt Compute-Minuten. Schon eine kleine VM genügt, um das 400-Minuten-Limit zu umgehen und die Pipeline praktisch unbegrenzt laufen zu lassen – prüft Self-Hosting also, bevor ihr Minutenmangel mit Geld löst.
✅ Tipp 3) Notiert euch, dass die kostenlosen CircleCI-Credits nicht übertragen werden
Die 30.000 Free-Credits verfallen jeden Monat und werden nicht in den nächsten Monat übernommen. Gekaufte, kostenpflichtige Credits bleiben dagegen 12 Monate gültig. Wer absehen kann, dass in einem bestimmten Monat viele Builds anfallen, sollte im Vormonat schon kostenpflichtige Credits kaufen, um den Verbrauch zeitlich abzustimmen und Verschwendung zu vermeiden.
✅ Tipp 4) Prüft vor einem Jenkins-Upgrade zuerst die Java-Version
Ab der Reihe Jenkins 2.555.x wird Java 17 nicht mehr unterstützt, Java 21 oder 25 ist zwingend erforderlich (Stand August 2026 ist 2.568.1 die aktuelle LTS). Wer die JDK-Version von Controller und Agenten nicht vorher prüft und einfach das LTS-Upgrade durchführt, riskiert kaputte Builds; wer das Upgrade dagegen aufschiebt, verpasst die Sicherheitspatches nach dem 12-Wochen-LTS-Zyklus.
✅ Tipp 5) Räumt bei Jenkins zuerst ungenutzte Plugins auf
In den letzten sechs Monaten wurden neben dem Core auch für mehrere Plugins wie GitHub Plugin, Pipeline: Groovy Libraries Plugin und Gitee Plugin einzelne Sicherheitshinweise veröffentlicht. Entfernt regelmäßig installierte, aber tatsächlich ungenutzte Plugins und abonniert die Sicherheitshinweis-Seite von jenkins.io, um sofort auf neue CVEs reagieren zu können.
✅ Tipp 6) Wer zu Buildkite migriert, sollte zuerst den Changelog zur GitHub-Webhook-Erweiterung prüfen
Buildkite hat den Umfang der GitHub-Webhook-Trigger über push/PR hinaus auf diverse Events erweitert – explizit, um Teams beim Wechsel von GitHub Actions zu unterstützen. Auch die Kapazität des metaData-Felds ist von 64 KB auf 1 MB gewachsen, weshalb sich lohnt, das Design für die Weitergabe größerer Datenmengen zwischen Pipeline-Schritten (etwa Testergebnis-Zusammenfassungen) noch einmal zu überdenken.
7. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F. Worauf sollte man bei einem CI/CD-Tools-Vergleich zuerst achten?
Wir empfehlen, zunächst die drei Achsen zu prüfen, die in Suchanfragen und Reviews übergreifend am häufigsten betont werden: (1) kostenlose Kontingente und Build-Minuten (Kosten), (2) die Kostenstruktur selbstgehosteter Runner (Abrechnung pro Minute?) und (3) Sicherheit (OIDC-Keyless-Authentifizierung, Secret-Management). Allein diese drei Achsen grenzen die Auswahl unter den fünf Tools meist schnell auf 1–2 Kandidaten ein.
F. Wird der selbstgehostete GitHub-Actions-Runner kostenpflichtig?
Im Dezember 2025 kündigte GitHub an, ab März 2026 eine Plattformnutzungsgebühr von 0,002 $ pro Minute zu erheben, setzte dies nach Community-Protesten aber umgehend auf unbestimmte Zeit aus. Bis August 2026 wurde die Regelung nicht umgesetzt, ein Termin für eine erneute Einführung steht nicht fest – sie ist also weiterhin kostenlos, aber die offizielle Position “eine erneute Prüfung ist künftig möglich” besteht fort.
F. Wie viel lässt sich mit dem kostenlosen GitLab-CI-Plan machen?
Der Free-Plan umfasst maximal 5 Mitglieder pro Gruppe, 400 CI/CD-Compute-Minuten/Monat und 10 GiB Speicher. Diese 400 Minuten beziehen sich jedoch auf geteilte Runner – schließt man einen selbstgehosteten Runner an, werden bei keinem Plan Compute-Minuten abgezogen, wodurch sich das Kontingent de facto unbegrenzt erweitern lässt.
F. Wie vielen Build-Minuten entsprechen die kostenlosen CircleCI-Credits?
Laut offizieller Seite bietet der Free-Plan 30.000 Credits/Monat, was als “bis zu 6.000 Build-Minuten” ausgewiesen wird. Aktive Nutzer sind auf maximal 5 begrenzt, ein Start ist ohne Kreditkartenregistrierung sofort möglich.
F. Ist Jenkins wirklich vollkommen kostenlos?
Ja, die Lizenzkosten betragen 0 $. Das betrifft jedoch nur die Softwarekosten – die eigentlichen Ausgaben entstehen zu 100 % aus Server-/Agent-Infrastruktur und dem Personal, das diese betreibt und patcht. Wer kommerziellen Support braucht, muss einen separaten Vertrag mit einem Drittanbieter wie CloudBees abschließen; konkrete Preise für 2026 sind wegen der Politik individueller Angebote nicht öffentlich einsehbar.
F. Worin unterscheidet sich Buildkite von GitHub Actions?
Der größte Unterschied liegt in der Ausführungsstruktur. Bei Buildkite übernimmt die SaaS nur die Orchestrierung (Scheduling, UI, API), die eigentliche Build-Ausführung erfolgt über selbstgehostete Agenten innerhalb der eigenen Infrastruktur – der Quellcode verlässt das eigene System nicht. Der Personal-Plan ist ohne Kreditkartenregistrierung dauerhaft kostenlos, und im aktuellen Changelog werden explizit Features ergänzt, die die schrittweise Migration von GitHub Actions erleichtern.
F. Wie sieht die Marktverteilung bei den einzelnen CI/CD-Tools aus?
Laut der im Oktober 2025 veröffentlichten JetBrains-Umfrage “State of Developer Ecosystem 2025” (zitiert im TeamCity-Blog vom März 2026) lag die Nutzung in Organisationen bei GitHub Actions bei 33 %, bei Jenkins bei 28 % und bei GitLab CI bei 19 %; separate Zahlen für CircleCI und Buildkite wurden in dieser Umfrage nicht veröffentlicht. Bei persönlichen Projekten lag GitHub Actions bei 39 %, Jenkins bei 13 % und GitLab CI bei 10 %. Zu beachten ist allerdings, dass es sich um Umfragedaten aus 2025 handelt und keine unabhängigen Nacherhebungszahlen für 2026 verifizierbar waren.
F. Welches der 5 CI/CD-Tools ist am schnellsten?
Einen unabhängigen quantitativen Benchmark, der dieselbe Workload unter identischen Bedingungen auf allen fünf Tools vergleicht, konnten wir in dieser Recherche nicht finden. Die einzig verifizierbaren quantitativen Daten sind die Nebenläufigkeits-Specs (CircleCI Performance 80x, Buildkite Pro unbegrenzt) – Marketingaussagen à la “Tool X ist absolut am schnellsten” sollte man daher nicht ungeprüft glauben.
8. Fazit: Das praktische Ergebnis des CI/CD-Tools-Vergleichs 2026
Das Fazit dieses CI/CD-Tools-Vergleichs im August 2026 lautet: “Es gibt nicht die eine richtige Antwort – sie hängt vom Repository-Standort und der Frage des Self-Hostings ab.” Wer den Code bereits bei GitHub liegen hat, hat kaum triftige Gründe, von GitHub Actions abzuweichen; Teams, die GitLab nutzen, profitieren erheblich davon, mit dem CI Expert Agent alles innerhalb einer einzigen Plattform zu bekommen. Dass die Kostenfreiheit selbstgehosteter GitHub-Actions-Runner einmal angekündigt und wieder zurückgezogen wurde und dass Jenkins in den letzten sechs Monaten fünf Sicherheitshinweise erhalten hat, sind Fakten, die bei der Budget- und Sicherheitsplanung unbedingt berücksichtigt werden sollten.
In der Praxis gilt: Braucht ihr klare Nebenläufigkeitszahlen, wählt CircleCI; wollt ihr die Kosten des Self-Hostings sicher kontrollieren, wählt GitLab CI oder Buildkite; braucht ihr vollständige Anpassbarkeit und On-Premise, wählt Jenkins; wollt ihr ohne jede Konfiguration sofort loslegen, wählt GitHub Actions. Mit dieser Faustregel kommen die meisten Teams schnell zu einem Ergebnis. Wer sich zusätzlich mit dem finalen Deployment-Ziel der CI/CD-Pipeline beschäftigt, findet in Vergleich von Docker, Kubernetes und weiteren Container-Tools und Vergleich von Vercel, Netlify und weiteren Webhosting-PaaS-Plattformen weitere hilfreiche Anhaltspunkte.
[Zusammenfassung: Die passende Empfehlung für eure Situation]
GitHub-basiertes Team, Open-Source-Projekt
→ GitHub Actions (Public komplett kostenlos, Private Free 2.000 Minuten/Monat)
Bereits GitLab im Einsatz, zusätzlich KI-Pipeline-Automatisierung gewünscht
→ GitLab CI/CD (selbstgehosteter Runner mit 0 Minuten Verbrauch, CI Expert Agent GA)
Mobile/Matrix-Builds, bei denen die Anzahl paralleler Builds der Flaschenhals ist
→ CircleCI (Performance-Nebenläufigkeit 80x/macOS 15x)
On-Premise, Air-Gap, vollständige Anpassbarkeit erforderlich
→ Jenkins (Lizenz 0 $, aber dediziertes Personal für Sicherheitspatches nötig)
Abkehr von GitHub Actions, eigene Kontrolle über die Self-Hosting-Kostenstruktur
→ Buildkite (Personal lebenslang kostenlos, Pro 30 $/Monat/Nutzer)
Alle Zahlen in diesem CI/CD-Tools-Vergleich wurden anhand offizieller Preisseiten und Release Notes zusammengestellt, doch Preismodelle können sich jederzeit wieder ändern. Am sichersten ist es, vor Vertragsabschluss immer noch einmal die offizielle Pricing-Seite des jeweiligen Anbieters zu prüfen.