KI-Meeting-Protokoll-Apps im Vergleich 2026: Clova Note vs. Daglo vs. Otter vs. Notta vs. Whisper

Im August 2026 ist das Schreiben von Besprechungsprotokollen längst nicht mehr die Aufgabe des jüngsten Teammitglieds. Ein Klick auf „Aufnahme“, und Sprache wird zu Text, Sprecher werden getrennt, Action Items sauber aufgelistet – das ist heute der Normalfall. Wer allerdings nach einem KI-Meeting-Protokoll-Apps-Vergleich sucht, landet fast immer bei Texten, die auf dem Stand von 2024 stehengeblieben sind oder Preise aus der Zeit vor der letzten Tarifreform ungeprüft weiterreichen. Dieser Artikel gibt den Stand vom 2. August 2026 wieder – und verschweigt die Herkunft seiner Zahlen nicht. Otter, Naver Works Clova Note und Whisper wurden direkt auf den offiziellen Preisseiten bzw. im offiziellen Repository geprüft. Die Preise von Daglo und Notta ließen sich dagegen auf deren offiziellen Preisseiten überhaupt nicht auslesen, weshalb diese Angaben aus den offiziellen Blogs und Changelogs der Anbieter stammen und mit mehreren Sekundärquellen abgeglichen wurden. Wo es darauf ankommt, weist der Text unten aus, welche Zahl Erstquelle und welche abgeglichen ist.
Die Zahlen zeigen sofort, wo der Schwerpunkt des koreanischen Marktes liegt. Clova Note von Naver – Naver ist Südkoreas dominanter Internetkonzern, gewissermaßen das koreanische Google – hat im März 2026 die Marke von 6,6 Millionen privaten Nutzerkonten überschritten, ein Plus von 24 % gegenüber dem Vorjahr (übereinstimmend berichtet von Hankook Ilbo und Newsis). Im selben Zeitraum meldete Newsis für Februar 2026 jedoch nur 542.278 monatlich aktive Nutzer (MAU) – und das im dritten Rückgangsmonat in Folge. Umgekehrt kommt Daglo des Startups Actionpower im April 2026 auf 2 Millionen registrierte Nutzer, also ein Drittel von Clova Note, erreicht mit 388.000 MAU (+35 % gegenüber dem Vorjahresquartal) aber rund 71 % von dessen aktiver Nutzerschaft. Registrierungen und tatsächliche Nutzung sind eben zwei völlig verschiedene Geschichten.
International dominiert Otter.ai. Branchenschätzungen sprechen von über 35 Millionen Nutzern und mehr als einer Milliarde transkribierter Meetings; im April 2026 kam mit der „Conversational Knowledge Engine“ sogar eine komplett neue Positionierung dazu. Für koreanischsprachige Nutzer gibt es allerdings einen entscheidenden Satz: Otter unterstützt im August 2026 keine koreanische Transkription. Das offizielle Help Center nennt genau sechs Sprachen – Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Japanisch und Chinesisch (vereinfacht). Dieser eine Satz bestimmt einen Großteil der Schlussfolgerungen in diesem Artikel.
Der Leitfaden seziert Clova Note, Daglo, Otter, Notta und Whisper (on-device) entlang der Achsen Preis, Gratiskontingent, Sprachunterstützung, Sprechertrennung und Datenschutz (läuft die Verarbeitung lokal oder in der Cloud?). Besonders im Fokus stehen die Punkte, die die meisten Vergleichsartikel schlicht falsch darstellen: „Wozu muss man eigentlich zustimmen, um 600 Gratisminuten zu bekommen?“, „Warum kann Daglo Pro nach der Tarifreform weniger als vorher?“ und „Naver Works Clova Note rechnet nicht pro Kopf ab, sondern pro Domain.“
1. Executive Summary: die fünf großen KI-Protokoll-Dienste auf einen Blick
Für alle mit wenig Zeit: Diese Tabelle fasst die Kerndaten aller fünf Dienste mit Stand August 2026 zusammen. Allein die Zeile Koreanisch-Unterstützung halbiert die Kandidatenliste.
📊 Gesamtvergleich der 5 KI-Protokoll-Apps (Stand: August 2026)
| Kriterium | Clova Note (Naver) | Daglo (Actionpower) | Otter.ai | Notta | Whisper (on-device) |
|---|---|---|---|---|---|
| Zentrale Designphilosophie | Koreanisch-spezialisierte Transkription, für Privatnutzer komplett gratis | KI-Komplettplattform (Diktat + KI-Chat + Dokumentenanalyse) | Wissens-Engine für globale Unternehmen | Mehrsprachigkeit & Sales-Workflow-Automatisierung | Vollständig lokal, Open Source |
| Aktuelle Version/Status | Privatversion weiterhin Beta / Business: Naver Works Clova Note | Juni 2025 komplette Umstellung auf Credit-Abrechnung | April 2026 Conversational Knowledge Engine vorgestellt | 2026 Wochenreports & Slack-Huddle-Support ergänzt | large-v3 / large-v3-turbo (kein v4) |
| Koreanische Transkription | ✅ spezialisiert | ✅ spezialisiert | ❌ nicht unterstützt | ✅ unterstützt | ✅ unterstützt (CER 5,27 %) |
| Anzahl Sprachen | 4 (KO/EN/JA/ZH) + gemischte KO-EN- und KO-JA-Erkennung | 14 | 6 | 58 (Echtzeit-Transkription) | über 90 (offiziell keine Gesamtzahl genannt) |
| Gratiskontingent pro Monat | 300 Min. (mit optionaler Zustimmung 600 Min.) | App-Aufnahme unbegrenzt + 4 Std./Monat Upload | 300 Min. (30 Min. pro Aufnahme) | 120 Min. (3 Min. pro Aufnahme) | unbegrenzt |
| Einstiegspreis (kostenpflichtig) | kein Privattarif / Business Lite 20.000 KRW/Monat (ca. 13 €, pro Domain) | Pro 14.900 KRW/Monat (ca. 10 €) | Pro 16,99 $/User | Pro 13,99 $ | MacWhisper Pro 59 € einmalig |
| Maximale Länge pro Aufnahme | 180 Min. | offiziell nicht angegeben (selbst testen) | Basic 30 Min. / Pro 90 Min. / Business 4 Std. | Free 3 Min. / Pro & Business 5 Std. | unbegrenzt, solange die Hardware mitspielt |
| Sprechertrennung | ✅ (April 2026 automatische Sprechererkennung ergänzt, Business) | ✅ über die Option [Sprecheranzeige] | ✅ | ✅ (in Zweitauswertung bis zu 10 Personen) | ❌ standardmäßig nicht (separates Modell/App nötig) |
| Automatische Meeting-Teilnahme (Bot) | ❌ Sie nehmen in App/auf dem Gerät selbst auf | ❌ Sie nehmen in App/auf dem Gerät selbst auf | ✅ alle Tarife inklusive Gratis-Basic (Zoom, Teams, Meet / parallele Meetings: Basic 1, Pro 2, Business 3) | △ Slack-Huddle-Aufnahme unterstützt; automatische Zoom-/Teams-Teilnahme offiziell nicht bestätigt | ❌ lokale Dateien / Systemaudio |
| Ort der Sprachverarbeitung | Cloud | Cloud | Cloud | Cloud | auf dem Gerät (keine Übertragung) |
| Stärken | Koreanisch-Genauigkeit, komplett kostenlos, in Korea leicht zugänglich | Erkennung von Eigennamen/Fachbegriffen, 14 Sprachen, KI-Integration | Globale Zusammenarbeit, MCP-Server, SDR-Agent | Überragende Sprachvielfalt, Echtzeit-Übersetzungs-Add-on | 0 € Kosten, vollständige Privatsphäre, unbegrenzt |
| Schwächen | Monatslimit, nur 15 Zusammenfassungen, Zeit nicht nachkaufbar | Credit-Verbrauch schwer einschätzbar, Pro-Funktionen beschnitten | kein Koreanisch, keine Preise in KRW | schwächster Gratistarif (3 Min. pro Aufnahme), Echtzeitübersetzung kostet extra | keine Sprechertrennung, Einrichtungsaufwand, Zusammenfassung separat |
| Ideal für | Privatpersonen und kleine Teams mit überwiegend koreanischen Meetings | Meetings mit vielen Fachbegriffen, Lernen und Recherche in einem | Englischsprachige globale Teams, Vertriebsorganisationen | Teams mit häufigen mehrsprachigen Meetings | Organisationen mit höchsten Sicherheitsanforderungen, Entwickler |
Was in dieser Tabelle zuerst ins Auge fallen sollte, ist nicht der Preis, sondern die Sprache. Otter überzeugt bei Preis und Funktionsumfang, kann koreanische Meetings aber schlicht nicht transkribieren – wer hauptsächlich auf Koreanisch tagt, streicht den Dienst also von der Liste. Umgekehrt gilt: Wer überwiegend auf Englisch arbeitet, findet in Otters Business-Tarif (unbegrenzte Transkription, 4 Stunden pro Aufnahme) die stärkste Option der gesamten Tabelle.
Es gibt allerdings eine zweite Achse, die fast ebenso scharf trennt wie die Sprache: Geht ein Bot stellvertretend ins Online-Meeting? Otters offizielle Preisseite führt „Joins Zoom, MS Teams, and Google Meet“ als Funktion aller Tarife auf, das Gratis-Basic eingeschlossen – unterschiedlich ist nur die Zahl paralleler Meetings (Basic 1, Pro 2, Business 3). Clova Note und Daglo haben überhaupt keinen Auto-Join-Bot; hier muss jemand selbst auf Aufnahme drücken oder die Aufzeichnung nachträglich hochladen. Für Teams, deren Termine überwiegend remote stattfinden, ist diese eine Zeile nach der Koreanisch-Unterstützung das zweitwichtigste Kriterium. Die beiden koreanischen Produkte gewinnen beim Koreanischen und verlieren bei der Automatisierung von Remote-Meetings – so liest man diese Tabelle ehrlich.
2. Die 5 KI-Protokoll-Apps im Vergleich: Deep Dive in die Kernfunktionen
🟢 1) Clova Note – der De-facto-Standard für koreanische Transkription
- Immer noch „Beta“, immer noch kostenlos: Auch im August 2026 trägt die Privatversion von Clova Note (
clovanote.naver.com) weiterhin den Beta-Hinweis, und einen regulären kostenpflichtigen Privattarif gibt es schlicht nicht. Naver formuliert es offiziell so: „Kostenpflichtige Funktionen werden derzeit nicht angeboten, Nutzungszeit kann daher nicht separat gekauft werden.“ Wer sein Monatskontingent aufgebraucht hat, kann also selbst dann nicht nachlegen, wenn er bereit wäre zu zahlen. Das ist die größte strukturelle Schwäche von Clova Note. - 300 Minuten pro Monat – mit Zustimmung 600: Standardmäßig gibt es 300 Minuten pro Monat; wer die „Einwilligung in die Erhebung und Nutzung personenbezogener Daten (optional)“ anhakt, bekommt 600 Minuten. Entscheidend ist, was diese Einwilligung tatsächlich bedeutet: Sie erlaubt Naver, die eigenen Aufnahmen für das Training von Naver-KI zu verwenden. Dass der Preis für 300 zusätzliche Gratisminuten die eigene Meeting-Audiospur ist, sollte man vor dem Klick wissen.
- KI-Zusammenfassung: 15-mal im Monat, nur koreanische Notizen: Die Zusammenfassungsfunktion ist auf 15 Vorgänge pro Monat begrenzt und funktioniert nur mit Notizen, die ins Koreanische transkribiert wurden. Eine einzelne Aufnahme darf maximal 180 Minuten (3 Stunden) lang sein – ein halbtägiger Workshop passt damit nicht in eine einzige Datei.
- Kern des April-2026-Updates: automatische Sprechererkennung: Nach der Ankündigung vom 4. März 2026 brachte das reguläre April-Update der Business-Version die automatische Sprechererkennung (vom Administrator in der Admin-Konsole ein- und ausschaltbar). Gleichzeitig verschwand das Menü „Dienstintegration“ aus den Einstellungen (Kunden der Naver-Works-Core-Suite bekommen die Kalenderanbindung automatisch), Benachrichtigungen zu geteilten Notizen wurden in Service- und E-Mail-Benachrichtigungen aufgetrennt, und die Sperre für Bildschirmaufnahmen wurde auf die Mobil-App ausgeweitet. Preise und Kontingente blieben in derselben Ankündigung unverändert.
- Bei Remote-Terminen drücken am Ende doch Sie auf Aufnahme: Clova Note hat keinen Bot, der stellvertretend Zoom, Teams oder Google Meet betritt und mitschneidet. Naver-Works-Kernkunden erhalten zwar eine automatische Kalenderanbindung, doch die verknüpft Termine mit Notizen – sie schickt keinen Bot in die Konferenz. Videokonferenzen müssen Sie in der Desktop- oder Mobil-App selbst aufnehmen oder als Aufzeichnung hochladen, und genau dort bleibt der Klassiker „Aufnahme vergessen“ als Risiko bestehen.
- Sprechertrennung glänzt bei kleinen Runden: Erfahrungsberichte aus der Praxis melden immer wieder, dass die Genauigkeit bei 3 bis 4 Personen hoch ist, ab 7 Personen aber spürbar abfällt (keine offizielle Naver-Angabe). Die Roadmap für 2026 sieht in der zweiten Jahreshälfte Echtzeit-Spracherkennung vor – bislang aber nur als Ankündigung.
🔵 2) Daglo – von der Diktier-App zur KI-Komplettplattform
- Schon lange keine reine STT-App mehr: Daglo startete 2019 als einer der ersten koreanischen STT-Dienste, versteht sich 2026 aber selbst als KI-Komplettplattform unter dem Motto „die ganze Welt der KI auf einmal“. Über der Transkription liegen KI-Chat (ChatGPT, Perplexity, Claude und andere), Dokumentenanalyse sowie die Erzeugung von Quizfragen und Präsentationsfolien. Wer nur Protokolle braucht, dem kann das zu viel sein; wer parallel lernt und recherchiert, profitiert enorm.
- 14 Sprachen – mehr als dreimal so viele wie Clova Note: Koreanisch, Englisch, Japanisch, Chinesisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Vietnamesisch, Persisch, Niederländisch, Hindi und Thai – insgesamt 14 Sprachen (offizieller Blog, 06.03.2026). Gegenüber den vier Sprachen von Clova Note ist das ein klarer Vorsprung bei mehrsprachigen Szenarien.
- Stark bei Eigennamen und Fachvokabular: In Praxisbewertungen aus Sekundärquellen taucht immer wieder auf, dass Daglo bei Eigennamen, Fachbegriffen und Markennamen besser abschneidet als Clova Note. Zur Genauigkeit gibt der Anbieter „über 98 % unter idealen Aufnahmebedingungen“ an – das ist jedoch eine Eigenangabe des Herstellers und sollte nicht ungeprüft übernommen werden.
- Direktaufnahme in der Mobil-App ist gratis und unbegrenzt: Auch im kostenlosen Tarif ist die direkte Aufnahme über die App unbegrenzt; das Limit greift erst beim Upload von Dateien oder YouTube-Links (Free 4 Std./Monat, Pro 45 Std./Monat, Premium unbegrenzt). Wer vor Ort einfach das Handy laufen lässt, holt aus dem Gratistarif hier am meisten heraus.
- Bei Videokonferenzen ist Daglo eher schwach: Auch Daglo hat keinen Auto-Join-Bot, und der offizielle Leitfaden schreibt selbst: „Derzeit kann die Aufnahme mit aufgesetzten Kopfhörern oder in Videokonferenz-Umgebungen unzuverlässig sein. Nehmen Sie bitte direkt auf oder laden Sie die Aufzeichnung anschließend als Datei zur Transkription hoch“ (offizieller Daglo-Blog, 06.03.2026). Wer also viele Zoom- oder Teams-Termine hat, landet zwangsläufig auf dem Weg „aufzeichnen, dann hochladen“ – und genau der Upload ist im Gratistarif auf 4 Stunden pro Monat gedeckelt. Der Vorteil des unbegrenzten Mitschnitts verpufft bei remote-lastigen Teams weitgehend.
- Die maximale Länge pro Aufnahme ist offiziell nirgends angegeben: Daglo nennt in keinem öffentlichen Dokument, wie lang eine einzelne Datei sein darf. Die offizielle Preisseite wird per Skript gerendert und liefert keinen auslesbaren Text, und der offizielle Leitfaden 2026 nennt nur Verarbeitungszeiten (rund 5 bis 60 Minuten für eine Stunde Audio), aber keine Obergrenze. Wer einen halbtägigen Workshop übergeben will, kann das nur herausfinden, indem er vor dem Kauf eine Datei nahe der echten Länge testet.
- Der Fokus verschiebt sich Richtung B2B und Sicherheit: Stand April 2026 nennt Daglo öffentlich Referenzkunden wie DB Life Insurance, Hancom, die Stadtverwaltung Daegu, das Universitätsklinikum Seoul und KT SkyLife; kumuliert wurden 2,8 Millionen Stunden Audio und 3,3 Millionen Transkriptionen verarbeitet, der Abo-Umsatz hat sich gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdreifacht. Wichtig für die Bewertung: ISO 27001 ist noch nicht zertifiziert, die Zertifizierung wird lediglich angestrebt.
🟣 3) Otter.ai – globaler Standard, aber ohne Koreanisch
- Die entscheidende Einschränkung: kein Koreanisch: Noch einmal zur Betonung. Der Titel des offiziellen Otter-Help-Center-Artikels lautet wörtlich „Transcribe conversations in English, Spanish, French, German, Japanese, or Chinese (Simplified)“. Koreanisch steht nicht auf dieser Liste. Mit Japanisch hat Otter zwar den japanischen Markt erschlossen, für Koreanisch existiert bislang nicht einmal eine öffentliche Roadmap.
- Die Größenordnung bleibt beeindruckend: Branchenschätzungen nennen über 35 Millionen Nutzer, mehr als eine Milliarde transkribierte Meetings und einen ARR jenseits von 100 Millionen Dollar (März 2025, Sekundärquelle). Als Transkriptionsschicht über Zoom, Teams und Google Meet sollen jährlich über 120 Millionen Meeting-Minuten verarbeitet werden.
- Die Richtung für 2026: vom Notizblock zur Wissens-Engine: Mit der im April 2026 vorgestellten Plattform Conversational Knowledge Engine verschiebt sich Otters Positionierung vom Protokollwerkzeug zur unternehmensweiten Wissensinfrastruktur. Neu im Portfolio sind KI-Meeting-Workflows, fortgeschrittene Meeting-Vorlagen und ein SDR Agent, der Leads qualifiziert, personalisierte Videodemos erstellt und Termine automatisch bucht.
- MCP-Server auch im Gratistarif: Praktisch am interessantesten ist 2026, dass der Otter MCP Server auch im kostenlosen Tarif enthalten ist. „AI Chat with Gmail/Google Drive/Notion/Jira“ trägt dagegen weiterhin den Hinweis Coming Soon.
- Der wahre Haken des Gratistarifs: 30 Minuten pro Aufnahme: Basic klingt mit 300 Minuten pro Monat identisch zu Clova Note, hat aber die Grenzen maximal 30 Minuten pro Aufnahme und lebenslang nur 3 Datei-Importe. Ein einstündiges Regeltermin passt also nicht am Stück hinein. Was dieses Gratis-Basic als einziges der fünf Produkte allerdings mitbringt, ist der Auto-Join-Bot für Zoom, MS Teams und Google Meet. Otter schaltet also ab 0 US-Dollar eine Fähigkeit frei, die die beiden koreanischen Produkte nicht einmal in ihren Bezahltarifen bieten.
🟠 4) Notta – Sprachvielfalt und Workflows als Verkaufsargument
- 58 Sprachen, eine überragende Abdeckung: Laut Pro-Beschreibung unterstützt Notta Echtzeit-Transkription in 58 Sprachen, Koreanisch inklusive (es gibt eine eigene koreanischsprachige Landingpage). In Marketingtexten taucht parallel „über 100 Sprachen und Dialekte“ auf, die Zahlen schwanken je nach Quelle zwischen 58, 100+ und 104 – dieser Artikel verwendet daher ausschließlich die offiziell ausgewiesenen 58 als belastbaren Wert.
- Der schwächste Gratistarif der fünf: Free bietet 120 Minuten pro Monat bei maximal 3 Minuten pro Aufnahme. Mit 3 Minuten ist das für Protokolle faktisch nur eine Demoversion. Notta ist kein Dienst zum kostenlosen Ausprobieren, sondern einer, den man von Anfang an bezahlt nutzt.
- Pro bietet richtig viel fürs Geld: Pro kostet 13,99 $ im Monat, im Jahresabo 97,99 $ (umgerechnet 8,17 $/Monat) und liefert dafür 1.800 Minuten pro Monat sowie bis zu 5 Stunden pro Aufnahme. Die 1.800 Minuten liegen über den 1.200 Minuten von Otter Pro – bei niedrigerem Preis.
- Die Falle: Echtzeit-Übersetzung kostet extra: Die Übersetzung fertiger Transkripte ist in Pro und Business enthalten, die Echtzeit-Übersetzung dagegen ein separat zu kaufendes Add-on. Einsprachige Echtzeit-Übersetzung kostet im Jahresabo +6 $/Monat (monatlich +10 $/Monat), zweisprachige Transkription plus Übersetzung +9 $/Monat im Jahresabo (monatlich +15 $/Monat). Wer im Glauben „Notta kann ja Echtzeit-Übersetzung“ bucht, sprengt sein Budget.
- Neue Funktionen 2026 vor allem beim Workflow: Laut offiziellem Changelog kamen zuletzt Wochenreports, Ask AI über mehrere Dokumente hinweg, ein erweiterter Notta Sales Agent, Aufnahme und Transkription von Slack Huddles (Notta Web) sowie YouTube-Video-Zusammenfassungen in der Chrome-Erweiterung dazu. Gerade der Slack-Huddle-Support ist ein echtes Unterscheidungsmerkmal für die Huddle-zentrierten Teams, die im Vergleich der Kollaborationstools Slack, Teams und Jandi beschrieben werden.
⚫ 5) Whisper (on-device) – die einzige Option, bei der das Audio das Gerät nie verlässt
- Auch im August 2026 sind large-v3 die aktuellsten Gewichte: Räumen wir zuerst mit dem häufigsten Irrtum auf.
large-v4existiert nicht. Auch die Modellliste im offiziellen GitHub-Repository kennt nur tiny/base/small/medium/large/turbo, und die veröffentlichten Gewichte sind weiterhin large-v3 (November 2023) und large-v3-turbo (Oktober 2024). Beim Open-Source-Whisper gab es seit fast zwei Jahren keine neuen Gewichte mehr. - turbo ist der Praxis-Standard: Die Modellgrößen liegen bei tiny 39 M / base 74 M / small 244 M / medium 769 M / large 1.550 M / turbo 809 M Parametern. turbo reduziert den Decoder von large-v3 von 32 auf 4 Schichten und ist dadurch 2- bis 5-mal (in manchen Benchmarks 8-mal) schneller, bei nur geringem Genauigkeitsverlust. Trainiert wurde auf 680.000 Stunden annotiertem Audio (117.000 Stunden in 96 nicht-englischen Sprachen, 125.000 Stunden Übersetzung).
- Läuft sogar auf Notebooks mit 8 GB RAM: Mit whisper.cpp (dem C/C++-Port) oder WhisperKit lässt sich large-v3 auf einem Notebook mit 8 GB RAM betreiben. Die Kosten liegen bei 0 €, es gibt kein Nutzungslimit, und das Audio verlässt das Gerät nicht. Das ist die einzige vollständig lokale Option unter den fünf Kandidaten.
- Die größte Schwäche: keine Sprechertrennung: Whisper bietet von Haus aus keine Diarisierung (Sprechertrennung). Man muss ein separates Modell wie pyannote anflanschen oder eine App wie MacWhisper nutzen. Da der Kern eines Protokolls die Frage „Wer hat was gesagt?“ ist, wiegt diese Lücke schwer.
- MacWhisper als pragmatische Lösung: Auf dem Mac ist MacWhisper Pro (59 €, rund 69 $, einmalige Zahlung, dauerhaft nutzbar) de facto die richtige Antwort. Enthalten sind die Modelle large-v3, turbo und medium, Batch-Transkription, Sprechertrennung, Echtzeit-Transkription von Mikrofon und Systemaudio, Transkription per YouTube-URL sowie KI-Zusammenfassungen – und die Transkription läuft auf Basis von whisper.cpp bzw. WhisperKit lokal auf dem Gerät. Cloud-Engines und KI-Nachbearbeitung sind Opt-in und laufen über den eigenen API-Schlüssel. Pro Max kostet 149 $ einmalig und ergänzt eine kommerzielle Lizenz sowie KI-Chat über Transkripte. Dass es sich um eine Einmalzahlung und kein Abo handelt, ist auf lange Sicht der entscheidende Punkt.
- Nicht mit der „Whisper API“ verwechseln: Am 28. und 29. Juli 2026 hat OpenAI
gpt-transcribe(Dateitranskription) undgpt-live-transcribe(Echtzeit) veröffentlicht und damitgpt-4o-transcribebzw.gpt-realtime-whisperabgelöst. Die Preise:gpt-transcribe0,0045 $/Minute (gesenkt von zuvor 0,006 $/Minute),gpt-live-transcribe0,017 $/Minute. Allerdings handelt es sich dabei durchweg um Closed-Source-Cloud-APIs und nicht um Nachfolgegewichte des Open-Source-Whisper. Lokal betreiben lassen sie sich nicht.
3. Genauigkeit und Gratiskontingent im Benchmark-Duell
Beim Vergleich von KI-Meeting-Protokoll-Apps interessiert am Ende vor allem die Genauigkeit. Und hier gleich vorweg die ehrliche Ansage: Einen Benchmark, der alle fünf Produkte 2026 unter identischen Bedingungen auf Koreanisch vergleicht, gibt es nicht. Jeder Text, der behauptet „Nr. 1 bei koreanischer Genauigkeit 2026 ist XY“, hat dafür keine Grundlage. Dieser Abschnitt präsentiert deshalb ausschließlich überprüfbare Einzelkennzahlen.
[Wie viele echte Meetings lassen sich kostenlos festhalten? — Ranking der Gratistarife]
Whisper lokal : ⭐⭐⭐⭐⭐ (unbegrenzt & kostenlos, aber ohne Sprechertrennung)
Daglo : ⭐⭐⭐⭐☆ (App-Direktaufnahme unbegrenzt + 4 Std./Monat Upload)
Clova Note : ⭐⭐⭐⭐☆ (300 Min./Monat, mit Trainings-Einwilligung 600 / 180 Min. pro Aufnahme)
Otter : ⭐⭐☆☆☆ (300 Min./Monat, 30 Min. pro Aufnahme + kein Koreanisch / dafür Bot auch gratis)
Notta : ⭐☆☆☆☆ (120 Min./Monat + 3 Min. pro Aufnahme, faktisch nur eine Demo)
📉 Whispers Koreanisch-Genauigkeit: nicht WER, sondern CER ist der Maßstab
Whisper large-v3 erreicht auf Koreanisch eine CER von 5,27 % (FLEURS-Benchmark, laut einer koreanischen ASR-Analyse von 2026). Warum hier die CER (Zeichen- bzw. Silbenfehlerrate) verwendet wird, ist entscheidend. Laut einer offiziellen OpenAI-Discussion darf im Koreanischen die Leerzeichensetzung in vielen Fällen entfallen, und die Labels von Common Voice 15 und FLEURS enthalten selbst zahlreiche Leerzeichenfehler und Inkonsistenzen – die wortbasierte WER wird dadurch verzerrt. Deshalb verwendet OpenAI für sechs Sprachen, darunter Koreanisch, statt der WER die CER. Bei Quellen, die eine „koreanische WER von X %“ apodiktisch behaupten, ist Skepsis angebracht.
| Modell/Bedingung | Fehlerrate Koreanisch | Anmerkung |
|---|---|---|
| Whisper large-v3 | CER 5,27 % | nach FLEURS |
| Referenzmodell der 1,7-B-Klasse | CER 4,90 % | mehr Parameter helfen |
| Referenzmodell der 0,6-B-Klasse | CER 7,57 % | kleine Modelle brechen im Koreanischen stark ein |
Die praktische Schlussfolgerung daraus ist eindeutig: Bei Koreanisch und Japanisch ist der Leistungsunterschied zwischen den Modellgrößen besonders groß. Wer Whisper lokal betreibt und sich mit small oder base begnügt, bekommt sichtbar schlechtere koreanische Ergebnisse. Nutzen Sie large-v3 oder turbo, solange der Arbeitsspeicher es hergibt. Zur Einordnung: Laut OpenAI reduziert large-v3 die Fehler gegenüber large-v2 insgesamt um 10 bis 20 %.
⚠️ Wie man Hersteller-Benchmarks liest
Im Netz kursieren diverse CER-Ranglisten für Koreanisch. Der STT-Anbieter Soniox etwa veröffentlicht eine eigene Koreanisch-CER-Tabelle mit Werten wie Azure 1,21 %, Soniox 1,25 %, Speechmatics 1,4 %, AWS 1,68 %, Deepgram 1,71 %, Google 2,84 % und OpenAI 3,24 %. Nur: Auf derselben Seite wird Sonioxʼ eigene CER einmal mit 1,25 % und einmal mit 4,3 % angegeben, und weder Messdatum noch Datensatz sind offengelegt. Dass die Tabelle von einem Wettbewerber stammt, gehört ebenfalls in die Bewertung.
In der Tabellenvariante derselben Quelle, die koreanische Dienste einschließt, taucht NAVER CLOVA Speech mit 1.200 KRW/Std. (rund 0,80 €) und einer CER von 9,09 % auf. Dabei handelt es sich aber um die Entwickler-API CLOVA Speech, nicht um Clova Note. Wer aus dieser Tabelle schließt, „Clova Note sei ungenau“, hat sie komplett falsch gelesen.
🥊 Clova Note vs. Daglo im Praxistest – allerdings mit Daten von 2024
Der einzige nennenswerte Medientest, der beide Dienste unter identischen Bedingungen gegeneinander antreten ließ, ist der Artikel der koreanischen Wirtschaftszeitung Edaily aus der Reihe „It: Ausprobiert“. Bei einem rund einminütigen identischen Video lag Clova Note bei der Rechtschreibgenauigkeit mit 45,45 % vor Daglo mit 33,33 %, doch bei der Worterkennung war Daglo präziser (Clova Note erkannte die koreanische Phrase „als die Anfrage kam“ fälschlich als „als der Senior kam“). Das Gesamturteil des Redakteurs: „Daglo klang natürlicher.“
Allerdings stammt dieser Artikel vom 3. August 2024. Die Daten sind zwei Jahre alt; seither hat Clova Note die automatische Sprechererkennung ergänzt und Daglo sein Tarifmodell komplett umgebaut. Als Beleg für die heutige Leistung taugen sie erkennbar nicht mehr. Da sich die Tendenz „Daglo ist stark bei Eigennamen und Fachbegriffen“ jedoch in späteren Sekundärquellen wiederholt bestätigt, bleibt der Test als Richtungsangabe brauchbar.
4. Tarife und Preise im vollständigen Vergleich
[Monatliche Realkosten für Privatnutzer, Stand August 2026]
Clova Note (privat) : 0 KRW — kein kostenpflichtiger Tarif, Zeit nicht nachkaufbar
Daglo Pro : 14.900 KRW/Monat — ca. 10 €; im Jahresabo 11.900 KRW (ca. 8 €)
Daglo Premium : 24.900 KRW/Monat — ca. 17 €; im Jahresabo 16.580 KRW (ca. 11 €)
Otter Pro : 16,99 $/User — im Jahresabo 8,33 $/User (kein Koreanisch)
Notta Pro : 13,99 $ — im Jahresabo umgerechnet 8,17 $/Monat
MacWhisper Pro : 59 € einmalig — kein Abo, danach keine weiteren Kosten
💳 Detaillierte Preistabelle der koreanischen Dienste
| Kategorie | Tarif | Monatlich | Jährlich (pro Monat) | Leistungsumfang |
|---|---|---|---|---|
| Clova Note (privat) | Free | 0 KRW | — | 300 Min./Monat (mit Einwilligung 600), 15 Zusammenfassungen/Monat, 180 Min. pro Aufnahme |
| Naver Works Clova Note | Lite | 20.000 KRW (ca. 13 €) | 18.000 KRW (ca. 12 €) | 1.000 Min./Monat / 25 Zusammenfassungen |
| Naver Works Clova Note | Team | 108.000 KRW (ca. 72 €) | 86.500 KRW (ca. 58 €) | 6.000 Min./Monat / 150 Zusammenfassungen |
| Naver Works Clova Note | Business | 510.000 KRW (ca. 340 €) | 423.000 KRW (ca. 282 €) | 30.000 Min./Monat / 750 Zusammenfassungen, inkl. Sprechererkennung, 30 Tage kostenlos testen |
| Naver Works Clova Note | Business Plus | 1.920.000 KRW (ca. 1.280 €) | 1.651.000 KRW (ca. 1.100 €) | 120.000 Min./Monat / 3.000 Zusammenfassungen, externe API-Anbindung |
| Daglo | Free | 0 KRW | — | 1.000 Credits/Monat, App-Aufnahme unbegrenzt, 4 Std./Monat Upload |
| Daglo | Pro | 14.900 KRW (ca. 10 €) | 11.900 KRW (ca. 8 €; 142.800 KRW/Jahr, ca. 95 €) | 10.000 Credits/Monat, 45 Std./Monat Upload |
| Daglo | Premium | 24.900 KRW (ca. 17 €) | 16.580 KRW (ca. 11 €; 199.000 KRW/Jahr, ca. 133 €) | 160.000 Credits/Monat (zeitlich begrenzt), Upload unbegrenzt, 4-fache Verarbeitungsgeschwindigkeit |
Bei Naver Works Clova Note gibt es eine Tatsache, die man unbedingt kennen muss. Diese Preise gelten pro Unternehmen (Domain), nicht pro Kopf. Die Mitgliederzahl ist unbegrenzt. Zahlreiche koreanische Blogs schreiben „20.000 KRW pro Person und Monat“ – gemessen an der offiziellen Preisseite ist das schlicht falsch. Ebenso behaupten mehrere Artikel „Lite = 6.000 Minuten“, während die offizielle Seite Lite mit 1.000 und Team mit 6.000 Minuten ausweist. Nutzt ein zehnköpfiges Team den Lite-Tarif, entspricht das 2.000 KRW (ca. 1,30 €) pro Kopf – eine völlig andere Kostenstruktur. Bei Jahresverträgen gibt es bis zu 20 % Rabatt, und wer mehr braucht, kann per Add-on für 5.000 KRW (ca. 3,30 €) 200 Minuten plus 10 Zusammenfassungen nachkaufen.
🌏 Detaillierte Preistabelle der internationalen Dienste
| Kategorie | Tarif | Monatlich | Jährlich (pro Monat) | Transkriptionslimit/Monat | Max. pro Aufnahme |
|---|---|---|---|---|---|
| Otter | Basic | 0 $ | 0 $ | 300 Min./Monat | 30 Min. (3 Datei-Importe lebenslang) |
| Otter | Pro | 16,99 $/User | 8,33 $/User (51 % günstiger) | 1.200 Min./Monat/User | 90 Min. (10 Importe/Monat) |
| Otter | Business | 30 $/User | 19,99 $/User (33 % günstiger) | unbegrenzt | 4 Std. (Importe unbegrenzt) |
| Notta | Free | 0 $ | — | 120 Min./Monat | 3 Min. |
| Notta | Pro | 13,99 $ | 8,17 $ (97,99 $/Jahr) | 1.800 Min./Monat | 5 Std. |
| Notta | Business | 27,99 $/Seat | 16,67 $/Seat (199,99 $/Jahr) | unbegrenzt | 5 Std. |
| MacWhisper | Pro | — | — | unbegrenzt (lokal) | unbegrenzt |
Weder Otter noch Notta führen eine offizielle Preisliste in koreanischen Won (KRW). Abgerechnet wird in US-Dollar, sodass Wechselkurs und Auslandsentgelte auf die tatsächliche Belastung aufschlagen. Viele Artikel präsentieren umgerechnete Beträge, als wären es offizielle Korea-Preise – solche Preise existieren nicht.
💸 Drei versteckte Kostenfallen
Erstens: Daglos undurchsichtiger Credit-Verbrauch. Zum 16. Juni 2025 führte Daglo den Premium-Tarif ein und stellte die Abrechnung komplett auf Credits um. Das Problem: Es gibt keinen offiziellen Umrechnungsschlüssel dafür, wie viele Credits eine Stunde Transkription kostet. Jeder Artikel, der ausrechnet, „mit 1.000 Free-Credits schaffst du X Stunden“, arbeitet also mit Schätzungen. Hinzu kommt eine Messung eines Nutzers (06.04.2026), wonach eine einzelne KI-Chat-Anfrage im Schnitt rund 387 Credits verbraucht – das Credit-Limit greift damit deutlich früher, als die Angabe „5.400 KI-Chats pro Monat“ suggeriert. Reichen die Credits nicht, muss man für 5.000 KRW (ca. 3,30 €) 3.200 Credits nachkaufen.
Zweitens: Daglo Pro kann weniger als früher. Im Zuge der Umstellung wurde Pro tatsächlich beschnitten. KI-Chat und Vorlagen-Zusammenfassungen sind in Pro nicht mehr nutzbar, die PDF-Analyse sank von 2.000 auf 1.000 Seiten pro Monat und das Wörterbuch von 1.000 auf 500 Einträge. Wer auch die KI-Funktionen will, muss zu Premium greifen. Wer sich auf ältere Reviews verlässt und Pro bucht, wird enttäuscht.
Drittens: Nottas Echtzeit-Übersetzungs-Add-on. Wie erwähnt ist die Echtzeit-Übersetzung in Pro und Business nicht enthalten. Wer zweisprachige Transkription samt Übersetzung dazubucht, landet bei monatlicher Zahlung bei 13,99 $ + 15 $ = rund 29 $ – nahe am Business-Tarif. Wer Notta wegen mehrsprachiger Meetings wählt, sollte diese Add-on-Kosten von Anfang an einplanen.
Wer die Gesamtkosten seines Dokumentations-Stacks optimieren will, sollte übrigens nicht nur auf die Protokoll-App schauen, sondern auch auf die Notiz-App, in der die Ergebnisse landen. Diesen Aspekt behandelt der Vergleich der Notiz-Apps Notion, Obsidian und Apple Notes ausführlich.
5. Die finale Empfehlung nach Nutzertyp
🎯 1) Berufstätige mit ein bis zwei koreanischen Meetings pro Woche, jeweils unter einer Stunde
- Beste Wahl: Clova Note (kostenlos)
- Warum: 300 Minuten im Monat decken fünf einstündige Meetings ab. Dazu kommen 15 Zusammenfassungen pro Monat – zum Nulltarif. Wer allerdings auf 600 Gratisminuten aufstocken will, muss der Nutzung der Aufnahmen für das KI-Training zustimmen; bei sensiblen Inhalten bleibt man besser bei 300 Minuten.
🎯 2) Fachkräfte, die Meetings voller Branchenjargon, Produkt- und Personennamen dokumentieren
- Beste Wahl: Daglo Pro (14.900 KRW/Monat, ca. 10 €; im Jahresabo 11.900 KRW, ca. 8 €)
- Warum: Praxisberichte bestätigen wiederholt die bessere Erkennung von Eigennamen und Fachbegriffen gegenüber Clova Note. 45 Upload-Stunden im Monat reichen selbst dann, wenn täglich zwei Stunden Meeting hochgeladen werden. Denken Sie aber daran: KI-Chat und Vorlagen-Zusammenfassungen sind in Pro nicht verfügbar.
🎯 3) Studierende und Forschende, die Meetings, Vorlesungen, Recherche und Dokumentenanalyse in einer App erledigen wollen
- Beste Wahl: Daglo Premium (24.900 KRW/Monat, ca. 17 €; im Jahresabo 16.580 KRW, ca. 11 €)
- Warum: Unbegrenzte Uploads bei 4-facher Verarbeitungsgeschwindigkeit, dazu KI-Chat, Quizerstellung und Dokumentenanalyse auf einer Plattform. Da die Credits schnell schmelzen, sollte man den Restbestand regelmäßig prüfen, wenn man den KI-Chat viel nutzt. Übrigens: Einen dauerhaften Studierendenrabatt gibt es nicht, nur Aktionen zum Semesterstart.
🎯 4) Vertriebs- und Export-Verantwortliche mit täglichen Meetings mit englischsprachigen Kunden und globalen Teams
- Beste Wahl: Otter Business (30 $/User, im Jahresabo 19,99 $/User)
- Warum: Unbegrenzte Transkription, 4 Stunden pro Aufnahme, unbegrenzte Datei-Importe und obendrein der SDR Agent für Lead-Qualifizierung und automatische Terminbuchung. Aber: Koreanische Meetings werden nicht transkribiert – für Termine im koreanischen Markt braucht es zwingend ein zweites Werkzeug.
🎯 5) Teams mit häufigen mehrsprachigen Meetings auf Koreanisch, Englisch, Japanisch und Chinesisch
- Beste Wahl: Notta Pro (13,99 $/Monat, im Jahresabo 8,17 $)
- Warum: Offiziell 58 Sprachen in Echtzeit-Transkription, 1.800 Minuten im Monat und 5 Stunden pro Aufnahme – in dieser Preisklasse die großzügigsten Limits. Wenn Echtzeit-Übersetzung wirklich nötig ist, kalkulieren Sie das Add-on vorab ein. Wer die Übersetzungsqualität nach dem Meeting weiter verbessern will, findet im Vergleich der KI-Übersetzer DeepL, Google und Papago hilfreiche Hinweise.
🎯 6) Organisationen aus Vertragswesen, HR, Medizin oder Recht, deren Audio das Haus nicht verlassen darf
- Beste Wahl: Whisper on-device – auf dem Mac MacWhisper Pro (59 € einmalig), unter Windows und Linux WhisperX oder Buzz
- Warum: Es ist die einzige der fünf Optionen, bei der das Audio das Gerät nie verlässt. Clova Note, Daglo, Otter und Notta übertragen ausnahmslos in die Cloud. Auf dem Mac bringt MacWhisper Pro sogar Sprechertrennung mit und ist kein Abo, sondern eine Einmalzahlung – bei einer Nutzungsdauer ab drei Jahren also auch bei den Gesamtkosten im Vorteil.
- Auch für Windows und Linux gibt es eine Antwort: Kliniken, Rechtsabteilungen und HR-Bereiche standardisieren überwiegend auf Windows, und MacWhisper läuft nur auf dem Mac – die Empfehlung darf hier also nicht enden. Das Open-Source-Projekt WhisperX führt in seiner README „Multispeaker ASR using speaker diarization from pyannote-audio“ als Kernfunktion und dokumentiert die CUDA-Installation für Windows wie Linux. Eine vollständig lokale Pipeline inklusive Sprechertrennung ist damit auch unter Windows machbar. Wem die Kommandozeile zu viel ist, findet in Buzz Installationspakete für Windows, macOS und Linux; die Selbstbeschreibung lautet „Transcribe and translate audio offline on your personal computer“. Der Preis dafür: Anders als bei MacWhisper ist es mit einer einmaligen Zahlung nicht getan – Python-Umgebung und Modell-Downloads müssen Sie selbst handhaben, also kalkulieren Sie die Einrichtungszeit einer Person mit ein. In regulierten Branchen sind diese Einrichtungskosten meist billig gegenüber dem Risiko, Audio außer Haus zu geben.
6. Praxistipps und häufige Fehler
① Prüfen Sie unbedingt die Bedingung hinter Clova Notes 600 Gratisminuten. Der Auslöser für die Aufstockung von 300 auf 600 Minuten ist die „Einwilligung in die Erhebung und Nutzung personenbezogener Daten (optional)“ – und die bedeutet konkret, dass Naver Ihre Aufnahmen für das KI-Training verwenden darf. Wer interne Personalgespräche oder Vertragsverhandlungen mit Kunden aufnimmt, bleibt richtigerweise bei 300 Minuten. Für Vorlesungsmitschriften oder Ideennotizen sind 600 Minuten dagegen deutlich praktischer. Die Einstellung lässt sich jederzeit ändern; für unterschiedliche Meeting-Arten getrennte Konten zu nutzen, ist ebenfalls eine Option.
② Der Reset-Tag unterscheidet sich zwischen Privat- und Unternehmensprodukt. Zum privaten Clova Note kursieren zwei Erklärungen nebeneinander: Zitatfassungen der offiziellen Naver-Hilfe nennen Mitternacht (00:00 Uhr) des Tages nach dem Registrierungsdatum (wer sich am 15. registriert, startet jeden Monat am 16. um 0 Uhr neu), andere Quellen sprechen vom Monatsersten. Naver weist die Regel im Produkt nirgends prominent aus, daher hält sich die Verwirrung – bei einem Privatkonto verlassen Sie sich deshalb besser nicht auf eine der beiden Angaben, sondern beobachten einen Zyklus lang, wann Ihre Restminuten tatsächlich zurückkommen. Beim Unternehmensprodukt ist die Lage dagegen eindeutig: Die offizielle Preisseite von Naver Works Clova Note hält fest, dass das Kontingent an Umwandlungszeit „zum Monatsersten erneuert wird“ und dass „nicht genutzte Restzeit des laufenden Monats nicht in den Folgemonat übertragen wird“. Für Firmenkonten gilt der Reset zum Monatsersten ohne Übertrag also offiziell; nachprüfen muss man nur das Privatkonto. In beiden Fällen gilt: Häufen sich am Monatsende lange Meetings, klären Sie den Reset-Zeitpunkt vor der Terminplanung. Und im Privattarif ist besonders wichtig: Ist das Kontingent aufgebraucht, gibt es keine Möglichkeit, Zeit nachzukaufen.
③ Die maximale Länge pro Aufnahme greift früher als das Monatslimit. Der häufigste Anfängerfehler ist, nur auf das Monatskontingent zu schauen. Otter Basic bietet 300 Minuten im Monat, aber nur 30 Minuten pro Aufnahme, Notta Free 120 Minuten im Monat, aber nur 3 Minuten pro Aufnahme. Wer einen zweistündigen Workshop mitschneiden will, muss zu Clova Note (180 Min.), Otter Business (4 Std.) oder Notta Pro (5 Std.) greifen. Daglo lässt sich in dieser Liste weder aufführen noch ausschließen, denn das Produkt veröffentlicht nirgends eine Obergrenze pro Aufnahme. Wer sich für Daglo entscheidet, sollte vor dem ersten langen Termin eine Datei nahe der echten Länge durchlaufen lassen und die Grenze selbst ermitteln – für die beiden Personas, denen dieser Artikel Daglo empfiehlt (Fachjargon-Profis sowie Studierende und Forschende), kommt dieser Test vor der Zahlung. Bei häufigen langen Terminen hilft es zusätzlich, Dateien vorab in 30- bis 60-Minuten-Blöcke zu zerlegen.
④ Passen Sie die Strategie zur Sprechertrennung an die Teilnehmerzahl an. Bei Clova Note liegt die Genauigkeit laut Praxisberichten bei 3 bis 4 Personen hoch und fällt ab 7 Personen ab. Bei größeren Runden hilft ein „Roll Call“: Lassen Sie in den ersten zehn Sekunden jede Person ihren Namen nennen – die Zuordnung der Sprecher in der Nachbearbeitung wird dadurch erheblich einfacher. Bei Daglo muss die Option [Sprecheranzeige] vor dem Start der Transkription aktiviert werden; nachträglich geht das nicht, die Prüfung vor der Aufnahme ist also Pflicht.
⑤ Machen Sie bei Whisper keine Kompromisse bei der Modellgröße. Im Koreanischen ist der Leistungsunterschied zwischen den Modellgrößen besonders ausgeprägt. In den Referenz-Benchmarks lag die 0,6-B-Klasse bei einer CER von 7,57 %, die 1,7-B-Klasse bei 4,90 % und Whisper large-v3 bei 5,27 %. Wenn die Geschwindigkeit das Problem ist, wechseln Sie nicht auf small, sondern auf turbo (809 M). Der auf 4 statt 32 Schichten reduzierte Decoder von large-v3 macht das Modell 2- bis 5-mal schneller, bei minimalem Genauigkeitsverlust. Und da Whisper allein keine Sprechertrennung beherrscht, planen Sie von Anfang an eine App mit integrierter Diarisierung wie MacWhisper ein – oder den Anbau von pyannote.
⑥ Bei Daglo kosten „App-Direktaufnahme“ und „Datei-Upload“ unterschiedlich viel. Auch im Gratistarif ist die Direktaufnahme über die Mobil-App unbegrenzt, während Uploads von Dateien oder YouTube-URLs auf 4 Stunden pro Monat begrenzt sind. Wer also im Besprechungsraum einfach das Handy mitlaufen lässt, nutzt den Dienst praktisch unbegrenzt gratis; wer Zoom-Aufzeichnungen nachträglich hochlädt, ist schnell am Limit. Allein die Verlagerung hin zur App-Aufnahme verschiebt den Wechsel in einen Bezahltarif um Monate.
⑦ Legen Sie Ihren Ausweichweg fest, bevor Sie ans Limit stoßen. Das private Clova Note – die Standardempfehlung dieses Artikels – hat keine Notausgangstür. Ist das Kontingent weg, können Sie keine Minuten kaufen; es bleiben nur „bis nächsten Monat warten“ und „wechseln“. Über die Richtung entscheidet die Teamgröße. Allein unterwegs und viel Upload? Dann ist Daglo Pro (14.900 KRW/Monat, 45 Stunden Upload) der nächstliegende Ersatz. Ein Team mit mehreren Konten? Dann gewinnt Naver Works Clova Note Lite (20.000 KRW/Monat, 1.000 Minuten), denn Lite wird pro Domain und nicht pro Kopf abgerechnet: Ab drei, vier Personen liegt die Belastung je Person unter Daglo Pro, und bei Bedarf lässt sich für 5.000 KRW ein Add-on mit 200 Minuten plus 10 Zusammenfassungen buchen. Ist Ihr eigentliches Problem dagegen, dass die Termine überwiegend remote laufen und Sie einen Bot brauchen, löst das keines der beiden koreanischen Produkte – realistisch ist dann eine Zweiteilung (Otter für englische, Notta für mehrsprachige Termine). Prüfen Sie vor dem Wechsel drei Dinge von Hand: in welchen Formaten Sie Ihre bestehenden Notizen herausbekommen, ob sich mehrere auf einmal exportieren lassen und ob alte Notizen nach der Kündigung eines Bezahltarifs noch lesbar bleiben. Keiner der fünf Anbieter dokumentiert das öffentlich, deshalb nennt dieser Artikel dazu bewusst keine Zahlen. Nur ein echter Testexport von ein, zwei Notizen schafft Klarheit – und wenn Sie dieses Ergebnis gleich damit abgleichen, wohin Ihre Protokolle am Ende sollen (Issue-Tracker, Notiz-App, Teamkanal), haben Sie die Umzugskosten in einem Durchgang beisammen.
⑧ Beurteilen Sie Sicherheitsanforderungen nicht nach Marketingtexten, sondern nach dem Verarbeitungsort. In der Praxis ist das die letzte Hürde jedes KI-Meeting-Protokoll-Vergleichs. Die Wettbewerbsachse verschiebt sich auf dem koreanischen Markt 2026 gerade von der Genauigkeit hin zur Sicherheit. Allerdings ist Daglos ISO 27001 noch nicht erteilt, sondern lediglich in Vorbereitung (Stand April 2026), und ob Daglo, Otter und Notta Sprachdaten für KI-Training nutzen sowie wie lange sie sie aufbewahren, lässt sich anhand öffentlicher Primärquellen nicht klären. Sicher ist nur: Bei allen vier Diensten wandert das Audio in die Cloud, und nur die lokale Whisper-Ausführung überträgt gar nichts. In regulierten Branchen entscheidet dieser eine Satz alles.
7. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F. Ab wann wird Clova Note kostenpflichtig?
Im August 2026 existiert für die private Clova-Note-Version überhaupt kein kostenpflichtiger Tarif. Auch Naver selbst formuliert offiziell: „Kostenpflichtige Funktionen werden derzeit nicht angeboten, Nutzungszeit kann daher nicht separat gekauft werden.“ Eine offizielle Ankündigung zu einem Zeitpunkt der Monetarisierung ist nicht bekannt. Erwähnenswert ist allerdings, dass die Privatversion weiterhin als „Beta“ läuft und mit Naver Works Clova Note bereits ein separates kostenpflichtiges Business-Produkt existiert.
F. Kann ich mit Otter koreanische Meetings transkribieren?
Nein. Das offizielle Otter-Help-Center nennt sechs unterstützte Sprachen – Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Japanisch und Chinesisch (vereinfacht) –, Koreanisch ist nicht darunter. Das gilt für alle Tarife gleichermaßen. Japanisch kam 2026 hinzu, für Koreanisch existiert nicht einmal eine veröffentlichte Roadmap. Wer überwiegend koreanische Meetings hat, streicht Otter zu Recht von der Liste.
F. Was ist genauer, Clova Note oder Daglo?
Für 2026 gibt es keinen belastbaren Benchmark, der beide Dienste unter identischen Bedingungen vergleicht. Im Edaily-Vergleichstest vom August 2024 lag Clova Note bei der Rechtschreibgenauigkeit vorn (45,45 % vs. 33,33 %), Daglo bei der Worterkennung, und das Gesamturteil des Redakteurs fiel zugunsten von Daglo aus. Die Daten sind allerdings zwei Jahre alt, und beide Dienste haben sich seither stark verändert. Als Tendenz bestätigt sich immer wieder: Daglo für Meetings mit vielen Eigennamen und Fachbegriffen, Clova Note für alltägliche koreanische Gespräche.
F. Wie viele Stunden kann ich mit Daglos Gratistarif transkribieren?
Die Direktaufnahme über die Mobil-App ist unbegrenzt, Uploads von Dateien und YouTube-Links sind auf 4 Stunden pro Monat begrenzt. Zusätzlich gibt es 1.000 Credits im Monat – da aber kein offizieller Umrechnungsschlüssel „eine Stunde Transkription = X Credits“ veröffentlicht ist, lässt sich aus den Credits keine exakte Stundenzahl ableiten. Artikel, die eine konkrete Stundenzahl nennen, arbeiten mit Schätzungen.
F. Wann erscheint Whisper large-v4?
large-v4 existiert nicht. Stand August 2026 sind large-v3 (November 2023) und large-v3-turbo (Oktober 2024) die neuesten öffentlich verfügbaren Gewichte von OpenAI Whisper, und die Modellliste im offiziellen Repository kennt nur tiny/base/small/medium/large/turbo. Die im Juli 2026 veröffentlichten gpt-transcribe und gpt-live-transcribe sind keine Nachfolger des Open-Source-Whisper, sondern Closed-Source-Cloud-APIs und lassen sich nicht lokal betreiben.
F. Kostet Naver Works Clova Note 20.000 KRW pro Person?
Nein. Laut offizieller Preisseite ist die Abrechnungseinheit das Unternehmen (die Domain), die Mitgliederzahl ist unbegrenzt. Die 20.000 KRW (ca. 13 €) für Lite gelten also für das gesamte Team. Zahlreiche koreanische Blogs schreiben fälschlich „20.000 KRW pro Person und Monat“, und auch die Angabe „Lite = 6.000 Minuten“ ist falsch. Offiziell gilt: Lite 1.000 Minuten / Team 6.000 Minuten. Bei Jahresverträgen gibt es bis zu 20 % Rabatt.
F. Welche KI-Protokoll-App lässt sich am längsten kostenlos nutzen?
Sofern die Hardware vorhanden ist, gewinnt die lokale Whisper-Ausführung mit unbegrenzter, kostenloser Nutzung haushoch. Wer eine Installation scheut, findet in Daglos unbegrenzter App-Direktaufnahme die realistische Alternative, danach folgt Clova Note (300 Min./Monat, mit Einwilligung 600). Otter Basic bietet zwar 300 Minuten im Monat, scheitert aber am 30-Minuten-Limit pro Aufnahme und an der fehlenden Koreanisch-Unterstützung, Notta Free am 3-Minuten-Limit pro Aufnahme.
F. Kann ich verhindern, dass meine Meeting-Aufnahmen für KI-Training genutzt werden?
Bei Clova Note gilt: Wer die „Einwilligung in die Erhebung und Nutzung personenbezogener Daten (optional)“ nicht anhakt, stimmt der Trainingsnutzung nicht zu, hat dafür aber nur 300 Minuten pro Monat. Für Daglo, Otter und Notta lassen sich Trainingsnutzung und Aufbewahrungsfristen anhand öffentlicher Primärquellen nicht abschließend klären – prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Datenschutzerklärungen der jeweiligen Anbieter direkt. Wirklich sicher ausschließen lässt sich das nur mit der lokalen Whisper-Ausführung, bei der das Audio das Gerät gar nicht erst verlässt.
F. Gibt es eine Protokoll-App mit Echtzeit-Dolmetschen?
Notta bietet Echtzeit-Übersetzung, allerdings als separates Add-on, das in Pro und Business nicht enthalten ist. Einsprachige Echtzeit-Übersetzung kostet im Jahresabo +6 $/Monat (monatlich +10 $/Monat), zweisprachige Transkription plus Übersetzung +9 $/Monat im Jahresabo (monatlich +15 $/Monat). Die nachträgliche Übersetzung fertiger Transkripte ist in Pro und Business enthalten – klären Sie also zuerst, ob es wirklich Echtzeit sein muss. Bei Clova Note steht Echtzeit-Spracherkennung für die zweite Jahreshälfte 2026 auf der Roadmap, ist aber noch nicht verfügbar.
8. Fazit: Beim KI-Protokoll-Vergleich 2026 gilt die Reihenfolge „Sprache → Sicherheit → Preis“
Das Ergebnis dieses KI-Meeting-Protokoll-Vergleichs in einem Satz: Wer überwiegend koreanische Meetings hat, dem bleiben nur vier Kandidaten – Clova Note, Daglo, Notta und Whisper. Kostenlos starten Sie mit Clova Note, bei viel Fachvokabular nehmen Sie Daglo, bei Mehrsprachigkeit Notta und bei höchsten Sicherheitsanforderungen Whisper. Otter ist global der stärkste Anbieter, fällt für koreanische Meetings aber allein deshalb aus, weil es Koreanisch nicht transkribieren kann.
Die zweite Erkenntnis lautet: Wichtiger als die Zahlen in der Preistabelle sind die Bedingungen dahinter. Clova Notes 600 Gratisminuten kosten die Einwilligung zur Trainingsnutzung, Daglo Pro kann seit der Umstellung weder KI-Chat noch Vorlagen-Zusammenfassungen, Nottas Echtzeit-Übersetzung wird separat abgerechnet, und Naver Works Clova Note rechnet pro Domain statt pro Kopf ab. Wer nur diese vier Punkte kennt, urteilt bereits präziser als die meisten Vergleichsartikel.
Drittens lohnt ein Blick auf das, was die Marktdaten erzählen. Clova Note ist auf 6,6 Millionen registrierte Nutzer gewachsen, verlor aber drei Monate in Folge MAU; Daglo hat nur ein Drittel der Registrierungen, ist bei den MAU aber auf 71 % herangerückt und hat den Abo-Umsatz mehr als verdreifacht. Das ist der Unterschied zwischen Nutzern, die sich „mal anmelden, weil es gratis ist“, und solchen, die zahlen und täglich arbeiten. Stellen Sie sich bei der Werkzeugwahl dieselbe Frage: Nicht das Gratiskontingent entscheidet, sondern ob Sie das Tool jeden Tag benutzen wollen.
Zusammenfassung: die passende Empfehlung für Ihre Situation
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Koreanische Meetings 1–2×/Woche, Budget 0 → Clova Note (gratis, 300/600 Min.)
Meetings voller Fachbegriffe und Eigennamen → Daglo Pro (14.900 KRW/Monat, ca. 10 €)
Meeting + Vorlesung + Dokumentenanalyse in einem → Daglo Premium (24.900 KRW/Monat, ca. 17 €)
Englischsprachige globale Teams, Vertrieb → Otter Business (30 $/User)
Mehrsprachige Meetings (KO/EN/JA/ZH) → Notta Pro (13,99 $/Monat)
Verträge, HR, Medizin: kein Datenversand erlaubt → Whisper lokal / MacWhisper Pro (59 € einmalig)
Teams ab 10 Personen, Abrechnung pro Domain → Naver Works Clova Note Lite bis Business
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⚠️ Otter transkribiert im August 2026 kein Koreanisch — als alleiniges Tool für koreanische Meetings ungeeignet
⚠️ Clova Note und Daglo haben keinen Auto-Join-Bot — Remote-Meetings selbst aufnehmen oder hochladen
⚠️ Whisper bietet ohne Zusatz keine Sprechertrennung — Mac: MacWhisper, Windows/Linux: WhisperX/Buzz
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Ein Protokollwerkzeug ist Infrastruktur: Einmal gewählt, begleitet es Sie mindestens ein Jahr. Lassen Sie sich also nicht von der Zahl der Gratisminuten leiten, sondern klären Sie zuerst die Sprache und Teilnehmerzahl Ihrer Meetings – und ob dieses Audio das Haus überhaupt verlassen darf. Sobald diese drei Punkte feststehen, bleibt in der obigen Tabelle fast immer nur noch eine Antwort übrig. 🎙️✨